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Dürres Maar Eine bemerkenswerte Moorlandschaft

Das Dürre Maar ist das mittlere, zweitälteste der drei Maare aus der Holzmaar-Gruppe (Hetsche – Dürres Maar – Holzmaar). Es ist heute mit einem Zwischenmoor ausgefüllt. Bereits seit 1979 steht das Dürre Maar unter Naturschutz.

Das Dürre Maar verlandete schon bald nach seiner Entstehung, über die Jahrtausende ist eine bemerkenswerte Moorlandschaft entstanden. Die Schicht der Torfmoose, die die Oberfläche überziehen ist mittlerweile mehr als 10 Meter dick. Insgesamt bietet das Dürre Maar sehr besondere Lebensbedingungen für sehr besondere Lebewesen. 

Infos

  • Koordinaten: 50°07´23´´ N / 06°52´20´´E
  • Höhenlage: 463 m
  • Alter der Holzmaar-Gruppe: ca. 40.000 – 70.000 Jahre
  • Trichter-Durchmesser: ca. 163 m in NW-SE-Richtung
  • Trichter-Durchmesser: ca. 130 m in W-E-Richtung
  • Heutige Mooroberfläche: ca. 1, 9 ha
  • Moor-Alter: ca. 4.000 Jahre
  • Moor-Mächtigkeit: ca. 12 m
  • Ehemalige Seetiefe: ca. 9 m

  • Das Dürre Maar © Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH, Müller
  • Blick auf das Dürre Maar © Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH, Kappest

Geologie

Das Grundgebirge besteht hier aus unterdevonischen Ton-, Siltsteinen und Sandsteinen der Eckfeld-Schichten, die teilweise durch die Maar-Tuffe überdeckt sind. Die Tuffe wurden nach Nordosten ausgeworfen. Dort findet man heute noch im Wald kleine Gruben, wo dieses vulkanische Material in den siebziger Jahren für den Straßenbau abgebaut wurde.

Besondere Lebensbedingungen

Das Hochmoor wird in drei Zonen unterteilt:

  1. Vom Ufer her wachsen im Randlagg (Uferstreifen mit Wasser) verschiedene Seggengräser.
  2. Es folgen die Torfmoose wieder vermischt mit den Seggen.
  3. Im Zentrum dominieren die Wollgräser und die Torfmoose.

Nach starkem Regen zeichnet der Wasserring am Rand sehr schön die kreisrunde Form des Maarkessels nach. Das Hochmoor im Zentrum des Kessels wölbt sich wie ein Uhrglas leicht auf. Dafür verantwortlich sind die dichten Torfmoospolster, die oberhalb des Grundwasserspiegels liegen und Wasser bis zum Zwanzigfachen ihres Trockengewichtes speichern können.

Besondere Lebewesen

Ein Hochmoor besteht zu 90 % aus Wasser und ist sehr nährstoffarm. Wer sich hier behaupten will, braucht also eine besondere Überlebenstaktik. Und so hat sich zum Beispiel die seltene Moosbeere etwas Besonderes ausgedacht, um satt zu werden, ohne zu ertrinken. Statt Wurzeln oder Stämme auszubilden, um Nährstoffe aufnehmen zu können, überzieht sie die Bulten wie ein feines Gespinst, das flach über die Torfmoospolster rankt. Auch ein Reihe seltener Tierarten hat sich an die extremen Lebensbedingungen angepasst: Insekten wie Libellen und Schmetterlinge oder Brutvögel wie Braunkehlchen und Kiebitz leben hier. Und zur Zeit des Vogelzugs statten auch Sumpfohreule und Graureiher dem Dürren Maar ihren Besuch ab.

Lage

Das Dürre Maar liegt in einem naturnahen Buchenwald in der Nähe des Ortes Gillenfeld in der Westeifel etwa 400 Meter nordwestlich des Holzmaars.

Highlights in der Nähe

Wanderwege
rund um das Dürre Maar

Das Naturschutzgebiet am Dürren Maar bietet abwechslungsreiche Wandertouren über den Määrchen Naturwaldpfad. Die Spaziergänge beginnen und enden direkt am Parkplatz und eignen sich daher auch sehr gut für Familien mit Kindern.

  • Lavaweg Strohn

    HeimatSpuren Lavaweg Strohn

    Diese Wanderung ermöglicht es sich mit dem Vulkanismus zu beschäftigen. Vorbei geht es am Trautzberger Maar und der Strohner Schweiz

    • Schwierigkeitsgrad: mittel
    • Strecke: 20,5 km -
    • Dauer: 5,5 Std.
    • Aufstieg: 293 hm -
    • Abstieg: 293 hm

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  • Immerather Maar

    Andere Vulkaneifelpfade Maare-Pfad

    Von Schalkenmehren bis Lutzerath

    • Schwierigkeitsgrad: schwer
    • Strecke: 34,7 km -
    • Dauer:  12 Std.
    • Aufstieg: 657 hm -
    • Abstieg: 672 hm

    mehr

  • Wanderer in der Vulkaneifel

    Sonstige Wanderwege Weitere Wander- und Radwege um das Dürre Maar

Führungen rund um das Maar

Anfahrt & Parken

Westlich der K17, nördlich der Kreuzung L16/K17 gibt es einen Wanderparkplatz. Dort startet der Määrchen Naturwaldpfad, der am Dürren Maar, am Hetsche Maar und am Holzmaar vorbeiführt.

 

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