Der Duppacher Rücken ist ein eindrucksvoller, bewaldeter Quarzitrücken, der mit seiner markanten Erscheinung aus der umliegenden Landschaft hervorsticht.
Auf einer Höhe von etwa 600 bis 650 Metern über dem Meeresspiegel bildet er einen bedeutenden Teil des weitläufigen Waldes der Hocheifel. Durchzogen von verschiedenen Bächen, wird seine breite Basis von Kyll- und Prümzuflüssen in sanfte Riedel und Flachrücken unterteilt.
Fakten
- Größe: 1.031 ha
- Gebiet: nördlich, westlich und südlich von Duppach
- Landkreise und kreisfreie Städte: Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel
- Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden: Gerolstein, Obere Kyll, Prüm
Unberührte Natur
Die Vegetation des Duppacher Rückens wird hauptsächlich von Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwäldern geprägt. In den Moorgebieten gedeihen Birken- und Erlenwälder, die oft mit Moorheiden und Übergangsmooren vermischt sind. Besonders hervorstechende Pflanzenarten wie die Moor-Glockenheide, Rauschbeere, Sparrige Binse, Seggen und Torfmoose prägen das Bild. In den schmalen Bachtälern findet man Erlen-Eschen-Wälder, und südöstlich von Duppach, im Ammelbüsch, wachsen beeindruckende Orchideen-Buchenwälder auf trockeneren Böden.
Diese unberührten, naturnahen Laubwälder bieten seltenen und bedrohten Tierarten einen wertvollen Lebensraum. Hier fühlen sich Fledermausarten ebenso zu Hause wie Vögel wie der Schwarzstorch und der Mittelspecht. In den weitgehend ungenutzten Nass- und Feuchtwiesen des Dreisbaches haben zudem seltene Insektenarten wie der Braunfleckige Perlmutterfalter, der Mädesüß-Perlmutterfalter, der Lilagold-Feuerfalter und das Braunkehlchen ihre Heimat gefunden.
Der Duppacher Rücken ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und bietet eine einzigartige Gelegenheit, die vielfältige Flora und Fauna der Region in ihrem ursprünglichen Zustand zu erleben.
Steckbrief zum FFH-Gebiet
5607-301 - Wälder um Bongard in der Eifel | Fauna-Flora-Habitat-Gebiete in RLP
Lebensraumtypen (Anhang I)
- 3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
- 3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
- 4010 Feuchte Heiden des nordatlantischen Raumes mit Erica tetralix
- *6230 Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden
- 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
- 7140 Übergangs- und Schwingrasenmoore
- 8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation
- 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
- 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)
- 9150 Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion)
- *9180 Schlucht- und Hangmischwälder (Tilio-Acerion)
- *91E0 Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno padion, Alnion incanae, Salicion albae)
* = Prioritärer Lebensraumtyp
Arten (Anhang II)
Säugetiere
- Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
- Großes Mausohr (Myotis myotis)
Käfer
- Hirschkäfer (Lucanus cervus)