Berlin / Vulkaneifel, 4. März 2026 - Im Rahmen der weltweit führenden Tourismusmesse ITB Berlin luden das Global Geoparks Network (GGN), der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel und die Eifel Tourismus GmbH zu einem internationalen Pressegespräch ein. Unter dem Titel „UNESCO Global Geoparks: Taking Responsibility – Shaping Places – Enabling the Future of Tourism“ diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter des internationalen Geopark-Netzwerkes die Rolle von UNESCO Global Geoparks als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvollen Tourismus.
Im Fokus der von Andreas Schüller eröffneten Veranstaltung stand die besondere Funktion von UNESCO Global Geoparks: Sie sind keine klassischen Tourismusorganisationen, schaffen jedoch die strukturellen Grundlagen für hochwertige, nachhaltige touristische Angebote und stärken gleichzeitig regionale Identität, Wertschöpfung und Resilienz.
Artur Sá, Präsident des Global Geoparks Network, betonte die besondere Bedeutung des Geopark-Ansatzes für die nachhaltige Regionalentwicklung:
„UNESCO Global Geoparks sind Entwicklungsregionen, in denen lokale Gemeinschaften aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft beteiligt sind. Dieser Bottom-up-Ansatz schafft authentische und nachhaltige Tourismusangebote, die auf den Stärken und der Identität der Region basieren.“
Nickolas Zouros, Generalsekretär des Global Geoparks Network und einer der Wegbereiter der internationalen Geopark-Bewegung, hob die strategische Rolle der Geoparks hervor: „Geoparks sind keine Tourismusveranstalter, sondern ermöglichen Tourismus, indem sie Landschaften verständlich machen, Infrastruktur entwickeln und regionale Besonderheiten in einen größeren Zusammenhang stellen. Dadurch entstehen qualitativ hochwertige und verantwortungsvolle touristische Angebote.“
Auch die Bedeutung der Geoparks für nachhaltige Entwicklung und regionale Wirtschaft wurde hervorgehoben. Jutta Weber, Sprecherin des German Global Geoparks Network, erklärte: „Der Geopark-Ansatz verbindet Natur, Menschen und Wirtschaft in einem ganzheitlichen Konzept. UNESCO Global Geoparks stärken regionale Wertschöpfungsketten und schaffen langfristige Perspektiven für nachhaltigen Tourismus, ohne die natürlichen und kulturellen Grundlagen zu gefährden.“
UNESCO Global Geoparks sind international anerkannte Modellregionen, die ihr geologisches Erbe nutzen, um nachhaltige Entwicklung zu fördern. Grundlage ist ein umfassender Ansatz, der Bildung, Naturschutz, nachhaltigen Tourismus und regionale Entwicklung miteinander verbindet. Die Gebiete werden regelmäßig durch internationale Expertinnen und Experten evaluiert, um höchste Qualitätsstandards sicherzustellen.
Sabine Kummer, Moderatorin des Pressegesprächs und Geowissenschaftlerin im Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel, betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit: „UNESCO Global Geoparks zeigen, wie nachhaltiger Tourismus konkret umgesetzt werden kann – durch starke regionale Strukturen, internationale Zusammenarbeit und eine klare Verantwortung für Natur und Gesellschaft.“
Die Veranstaltung unterstrich die wachsende Bedeutung der UNESCO Global Geoparks als verlässliche Partner im internationalen Tourismus und als Vorbilder für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung von Destinationen weltweit.
Hintergrund: UNESCO Global Geoparks
UNESCO Global Geoparks sind klar abgegrenzte Regionen mit international bedeutendem geologischem Erbe. Sie verfolgen einen integrierten Ansatz, der Schutz, Bildung und nachhaltige Entwicklung miteinander verbindet. Weltweit gibt es derzeit 229 UNESCO Global Geoparks in 50 Ländern.
Weitere Informationen und Pressematerialien:
www.globalgeoparksnetwork.org


