In der Nacht vom 29. auf den 30. August findet die 30. Internationale Fledermausnacht statt. Weltweit machen Aktionen und Veranstaltungen auf die faszinierenden, aber zugleich besonders schutzbedürftigen Insektenjäger aufmerksam. Auch im Natur- und Geopark Vulkaneifel steht der Schutz der Fledermäuse aktuell im Mittelpunkt.

In einer zweitägigen Fortbildung erhielten Natur- und Geoparkführerinnen und -führer fundiertes Wissen und praktische Einblicke rund um Fledermäuse, ihr Monitoring, ihren Schutz und die Bedeutung geeigneter Quartiere. Die Fortbildung wurde im Rahmen des EU-geförderten Projekts LIFE-IP ZENAPA unterstützt und knüpft unmittelbar an die Verbindung von Klima- und Naturschutz an.

Fledermäuse stehen unter besonderem Artenschutz. Gleichzeitig gehören sie zu den Tierarten, die von Gebäudesanierungen und energetischen Modernisierungen besonders betroffen sein können. Werden Gebäude umgebaut, energetisch saniert oder gedämmt, können Fledermäuse ihre bisherigen Quartiere verlieren. Umso wichtiger ist es, Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich und Artenschutz von Anfang an gemeinsam zu denken.

Diese Verbindung ist auch ein wichtiger Bestandteil des Projekts LIFE-IP ZENAPA. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem kreiseigene Gebäude energetisch saniert. Dabei werden Möglichkeiten berücksichtigt, Klimaschutzmaßnahmen mit dem Schutz von Tieren und ihren Lebensräumen zu verbinden. Die Fortbildung greift diese Zusammenhänge auf und vermittelt, wie Artenschutzaspekte insbesondere bei energetischen Sanierungen berücksichtigt werden können.

  • Fortbildung zu den Fledermäusen, deren Lebensräume und die Arten, die in der Vulkaneifel leben. Dabei Bestandteil: Wohnraum in Gebäuden, der durch Gebäudesanierung weg fällt und Möglichkeiten, dies auszugleichen.
    Fortbildung zu den Fledermäusen, deren Lebensräume und die Arten, die in der Vulkaneifel leben. Dabei Bestandteil: Wohnraum in Gebäuden, der durch Gebäudesanierung weg fällt und Möglichkeiten, dies auszugleichen. © Natur- und Geopark Vulkaneifel
  • Arterfassung und Kartierung einzelner Fledermäuse im natürlichen Lebensraum in der Vulkaneifel. Unter anderem wird das Gewicht, die Länge des Unterarms oder auch die Verknöcherung der Gelenke bestimmt.
    Arterfassung und Kartierung einzelner Fledermäuse im natürlichen Lebensraum in der Vulkaneifel. Unter anderem wird das Gewicht, die Länge des Unterarms oder auch die Verknöcherung der Gelenke bestimmt. © Natur- und Geopark Vulkaneifel

Die Natur- und Geoparkführerinnen und -führer werden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren befähigt, Besucherinnen und Besucher künftig noch stärker über die Zusammenhänge zwischen energetischer Gebäudesanierung, Klimaschutz und Artenschutz zu informieren. Neben fachlichem Hintergrundwissen standen dabei auch praktische Aspekte des Fledermausschutzes und Möglichkeiten zur Förderung geeigneter Quartiere im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung baut auf bereits im Rahmen von LIFE-IP ZENAPA umgesetzten Maßnahmen auf. Gemeinsam mit den Junior Rangern des Natur- und Geoparks Vulkaneifel wurden bereits Fledermauskästen gebaut und installiert. Begleitet von einem Fledermausexperten erfuhren die jungen Teilnehmenden dabei mehr über die Lebensweise und ökologische Bedeutung der Tiere. Auch diese Maßnahmen wurden im Rahmen der Fortbildung aufgegriffen.

Mit der Qualifizierung der Natur- und Geoparkführerinnen und -führer wird das Thema nun gezielt auf der Multiplikatorenebene weitergeführt und künftig stärker in die Bildungsarbeit des Natur- und Geoparks Vulkaneifel integriert. So verbindet die Arbeit des Natur- und Geoparks Vulkaneifel Klima- und Naturschutz ganz konkret: Energetische Sanierung, Klimaschutz und der Schutz der biologischen Vielfalt müssen kein Widerspruch sein, sondern können gemeinsam gedacht und umgesetzt werden.

ZENAPA Gef 3        SDG icon DE 04SDG icon DE 09sdg image 13SDG icon DE 15

Seitennavigation

Wir verwenden nur technisch notwendige Session-Cookies. Wir speichern keine persönlichen Daten.