Landwirtschaft, Klimaschutz und biologische Vielfalt lassen sich gemeinsam denken. Das zeigt eine Maßnahme, die im Rahmen des EU-geförderten Projekts LIFE-IP ZENAPA im Natur- und Geopark Vulkaneifel realisiert wurde.
Wie kann unsere heimische Landwirtschaft zukunftsfähig und widerstandsfähiger gegen Wetterextreme werden? Vor dieser Herausforderung stehen viele Betriebe in der Region. Der Film, hier zu sehen, beleuchtet die Durchwachsene Silphie als Alternative für Biogasanlagen. Das Besondere an der mehrjährigen Energiepflanze: Der Boden bleibt dauerhaft bedeckt, das große Wurzelwerk schützt vor Erosion und die Bodenbiodiversität wird gefördert.
Dass Theorie und Praxis in der Vulkaneifel Hand in Hand gehen, verdeutlicht der Lutzerather Landwirt Edwin Kesseler in dem Beitrag. Er berichtet von seinen Erfahrungen und dem Wandel auf den eigenen Feldern:
„Die Silphie war für mich am Anfang auch ein Experiment – aber für landwirtschaftliche Betriebe kann sie einen echten Mehrwert haben: Sie macht weniger Arbeit, weil sie mehrjährig ist. Das bedeutet langfristig eine deutliche Entlastung“.
Einmal etabliert, kann die Kultur bis zu 20 Jahre lang genutzt und muss nicht jedes Jahr neu ausgesät werden. Besonders für regionale Hanglagen und kleinere Flächen, auf denen sich klassischer Mais oft wirtschaftlich nicht rentiert, bietet sie neue Perspektiven. Ein weiterer Pluspunkt: Das verbleibende Restmaterial lässt sich als umweltfreundlicher Torfersatz nutzen und vermarkten. Am Ende, so resümiert Kessler, gehe es darum, „Flächen so zu nutzen, dass sie wirtschaftlich bleiben, den Boden schützen und auch in Zukunft noch eine Perspektive haben. Für mich ist die Silphie genau so ein Weg.“
Interessierte landwirtschaftliche Betriebe können sich für unverbindliche Informationen direkt an das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement wenden: www.stoffstrom.org.
LIFE-IP ZENAPA – Zero Emission Nature Protection Areas – wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union gefördert und verbindet Klimaschutz, Energiewende und Naturschutz. 


