Ornithologisches Monitoring am Trautzberger Maar

Im Rahmen einer fachlichen Weiterbildung trafen sich kürzlich die Natur- und Geoparkführer*innen der Vulkaneifel am Trautzberger Maar, um gemeinsam mit dem Hobby-Ornithologen Dr. Clemens Hackenberg die Vogelwelt dieses wertvollen Lebensraumes zu erkunden. Die Schulung verband theoretisches Wissen mit praxisnaher Naturbeobachtung und diente der Vertiefung ornithologischer Kenntnisse im Kontext regionaler Umweltbildung.

Ein zentrales Thema der Exkursion war das seit mehreren Jahren laufende ornithologische Monitoring am Trautzberger Maar. Dr. Hackenberg, der im Auftrag des Natur- und Geoparks Vulkaneifel die avifaunistische Entwicklung fachlich begleitet, gab den Teilnehmenden spannende Einblicke in seine Arbeit. Dabei wurden Methoden der Vogelbestimmung ebenso vermittelt wie Grundlagen der Datenerhebung, Artenkenntnis und ökologische Zusammenhänge.

Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund einer bedeutenden Renaturierungsmaßnahme statt: Im Zuge der Wiedervernässung des Trautzberger Maars in den Jahren 2013/2014 – finanziert durch Mittel des Natur- und Geoparks – kam es zu umfangreichen Veränderungen im Uferbereich des Gewässers. Diese führten zu einer deutlichen Veränderung der Nutzung durch Brut- und Zugvögel.

Neben den bekannten Maarseen ist das Trautzberger Maar eine von wenigen offenen Wasserflächen im Mittelgebirgsraum, die eine hohe Bedeutung für durchziehende Vogelarten haben. Bereits 2015 begannen erste Erfassungen des Vogelzuges, in den Folgejahren (2016–2019) wurde ein umfassendes Monitoring der Brut- und Zugvögel auf einer etwa 11 Hektar großen Fläche durchgeführt. Auch für das Jahr 2025 ist eine Fortsetzung der Erhebung in der Umsetzung – von März bis Oktober.

Die Weiterbildung der Natur- und Geoparkführer*innen Vulkaneifel verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig eine enge Verknüpfung von Wissenschaft, praktischer Umweltbildung und regionalem Engagement für den Naturschutz ist. Die qualifizierten Geoparkführer*innen tragen ihr Wissen in Gästeführungen und Exkursionen weiter und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur naturkundlichen Bildung in der Region.

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