Freigabe der Bodeninformationsstandorte in Gerolstein: mit dabei Vertreter der Bodenkunde der Uni Trier, Touristik GmbH Gerolsteiner Land, des Forstreviers Gerolstein, des Natur- und Geoparks sowie einige der Natur- und Geoparkführer*innen

Zum Internationalen Tag des Bodens rücken der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel eine Ressource in den Mittelpunkt, die oft übersehen wird – und doch zu den wichtigsten Grundlagen allen Lebens gehört: der Boden. Er bildet die Schnittstelle zwischen belebter und unbelebter Natur, zwischen Gestein, Wasser, Luft, Pflanzen und Tieren. Genau an diesem Übergang erfüllt er eine Schlüsselfunktion, die sinnbildlich für das Zusammenwirken von Naturpark und UNESCO Global Geopark steht: Geologie und Biodiversität greifen ineinander und formen eine einzigartige ökologische und kulturelle Landschaft.

Im Stadtwald Gerolstein wurden jetzt drei neue Bodeninformationsstandorte entlang des Eifelsteigs und Keltenpfades eröffnet, die diese besondere Verzahnung sichtbar machen und erstmals Bodentypen präsentieren, die bislang in der Region nicht für die Öffentlichkeit erschlossen waren. Die Standorte entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Universität Trier im Rahmen einer Bachelorarbeit, dem Forstrevier Gerolstein und der Touristik GmbH Gerolsteiner Land.

Bodenvielfalt auf engem Raum – ein Markenzeichen der Vulkaneifel

Kaum eine Region in Deutschland zeigt auf so kleinem Raum eine derart hohe Vielfalt an Böden wie die Vulkaneifel. Vulkanische Lockergesteine, Kalk- und Dolomitgesteine, devonisches Grundgebirge, tertiäre und quartäre Lavaablagerungen und sowie eiszeitliche Einflüsse bilden ein komplexes Mosaik. Schon über wenige Meter können sich die Eigenschaften eines Bodens grundlegend ändern – von nährstoffreichen, humosen Vulkanböden über staunasse Gleye bis zu stark versauerten sandigen Substraten.

Die drei neuen Bodenprofile illustrieren genau diese Extreme und machen verständlich, warum Boden als „Haut der Erde“ so entscheidend ist: Boden…

…speichert Wasser und Nährstoffe,

…regelt den Kohlenstoffhaushalt,

…schützt den Menschen vor Naturgefahren,

…bildet Lebensraum für unzählige Organismen,

…trägt maßgeblich zur Kulturlandschaftsentwicklung bei.

Damit schärfen die neuen Standorte das Bewusstsein dafür, dass Boden nicht nur Grundlage der Landwirtschaft, der Ökosysteme und des Klimaschutzes ist, sondern eine wichtige Ressource, deren Schutz von globaler Bedeutung ist – ganz im Sinne des UNESCO-Auftrags.

Erweiterung des bestehenden Bodenbildungsnetzwerks

Der Natur- und Geopark unterhält bereits mehrere Bodeninformationsstandorte, unter anderem am Vulkanhof Gillenfeld, am Trautzberger Maar und am Mosenberg-Vulkankomplex. Die drei neuen Standorte erweitern dieses Netzwerk gezielt um weitere charakteristische Bodentypen der Vulkaneifel. Mit Infotafeln, Profilgruben und anschaulichen Darstellungen ermöglichen sie Besucherinnen und Besuchern sowie Schulklassen und wandernden Einheimischen wie auch Touristen einen direkten Blick in die Entwicklungsgeschichte und Funktionsweise der Böden.

  • Gemeinsam Boden entdecken
    Gemeinsam Boden entdecken © Natur- und Geopark Vulkaneifel

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