Interner Bereich

   

Eine bedeutende Gastlandschaft im Nordwesten von Rheinland-Pfalz ist der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel. Im Rahmen der von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH herausgegebenen Reihe "Mein Lieblingsplatz in Rheinland-Pfalz" werden das Vulkanhaus in Strohn und das Holzmaar in der Vulkaneifel vorgestellt.

(Gillenfeld/Daun)Den Titel darf er schon tragen, nun hat er auch die Urkunde: Nach der Anerkennung des Natur- und Geoparks Vulkaneifel als Unesco-Geopark haben Vertreter des Auswärtigen Amts und der deutschen Unesco-Kommission das offizielle Dokument überreicht.

Die Vulkaneifel hätte sich an diesem besonderen Tag nicht besser präsentieren können. Herrlicher Sonnenschein über dem Pulvermaar bei Gillenfeld, eines der bekannten Augen der Eifel. Es ist als Schauplatz auserkoren worden für die Übergabe eines für die Region wichtigen Dokuments: die Urkunde, die ausweist, dass der Natur- und Geopark nun ganz offiziell als Unesco-Geopark anerkannt ist. Das Prädikat darf der Park schon seit November 2015 tragen, damals verliehen im Rahmen der Unesco-Vollversammlung in Paris.

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Im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse Berlin 2016 sprach die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH mit Dr. Andreas Schüller vom Natur- und Geopark Vulkaneifel über die Anerkennung als UNESCO Global Geopark.



Dr. Andreas Schüller im Interview mit dem Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz

Quelle: Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz, Gastlandschaften Rheinland-Pfalz
Unterwegs im Land der Maare und Vulkane                                     

Eine Mittelgebirgslandschaft im Herzen Europas. Zwischen Bad Bertrich nahe der Mosel und Ormont an der belgischen Grenze erstreckt sich ein erdgeschichtlich außergewöhnlicher und spannender Teil unserer Erdoberfläche. Das „Abenteuer Vulkanismus“ nimmt hier Gestalt an, lockt Gäste ebenso wie Wissenschaftler aus aller Welt.
Dramatische Vorgänge mit gewaltigen Explosionen und Feuer aus dem Inneren der Erde haben in der Vulkaneifel Löcher in die Erde gesprengt und Berge aufgetürmt. Bis vor 10.000 Jahren rauchten hier noch die Vulkane und zuletzt entstand das Ulmener Maar – Deutschlands jüngster Vulkan. Der Vulkanismus ist noch nicht erloschen, er hat nur eine Ruhepause eingelegt und wartet geduldig auf den nächsten Ausbruch. Die bisherige Hinterlassenschaft ist aber schon beeindruckend: an die 350 kleine und große Vulkane, Maare, Lavaströme und unzählige Mineral- und Kohlensäurequellen.
Die Erdgeschichte der Vulkaneifel bietet aber noch mehr. Rote Sandsteine, tropische Riffe und mächtige Meeresablagerungen erzählen von ruhigen und unruhigen Zeiten während der zurückliegenden 400 Millionen Jahre.



International - Transnational
Mit Geoparks ländliche Räume entwickeln. Diese Idee traf europaweit auf fruchtbaren Boden und führte im Jahre 2000 zu der Gründung des European Geoparks Networks. Die Vulkaneifel und weitere drei Regionen aus Griechenland, Frankreich und Spanien waren die Geoparks der ersten Stunde, heute sind es 69 Geoparks aus 23 europäischen Staaten.

Die Weltorganisation UNESCO hat aus dem Modell der European Geoparks das weltweite Global Geoparks Network entwickelt. Auch hier war die Vulkaneifel von Anfang an dabei. Im November 2015 erhielt sie die offizielle Anerkennung als UNESCO Global Geopark. Damit präsentiert sich Ihnen die Vulkaneifel als eine Region mit besonderem Stellenwert. Diese Auszeichnungen und Qualifikationen sind Anerkennung und Verpflichtung zugleich. Erklärtes Ziel ist die Entschlüsselung geowissenschaftlicher Erkenntnisse für interessierte Gäste und die Sensibilisierung für den notwendigen Schutz und behutsamen Umgang mit diesem Naturerbe.

G
eoerbe nutzen
Gemeinsam mit den Partnern des europäischen und globalen Geopark-Netzwerks ist es unser Ziel, die regionalen Naturschönheiten und -phänomene zugänglich zu machen und neue Begeisterung für eine mitunter explosive Landschaft zu wecken. Auf der Grundlage geowissenschaftlicher Öffentlichkeitsarbeit entwickeln wir geotouristische Aktivitäten, die ihrerseits Impulsgeber für die regionale Wirtschaft sind.

Naturpark Vulkaneifel 2010 feierlich eingeweiht
Als achter Naturpark in Rheinland-Pfalz wurde der Naturpark Vulkaneifel in einer Feierstunde am 31. Mai 2010 durch die Gründungsrede und die Bestellung des Naturparkträgers durch Staatsministerin Margit Conrad, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz offiziell eingeweiht.

Der neue Naturpark Vulkaneifel verfügt über eine einzigartige natürliche Qualität in der Verbindung von M
aaren, Vulkanen und abwechslungsreichen Kulturlandschaften. Dies sind hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung in Verbindung von naturverträglicher Landnutzung mit regionaler Wertschöpfung, naturnahem Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung.

Ein vielfältiges Angebot ist hiernach ausgerichtet. Neben der Faszination für die GEO-Vergangenheit ist es auch die Gegenwart mit ihren weiten Höhen, dichten Wäldern, klaren Bächen, duftenden Wiesen und romantischen Dörfern, die in der Vulkaneifel ihre Gäste zu begeistern versteht. Etwa 350 Ausbruchszentren erzählen von der feurigen und spannenden Entstehungsgeschichte der Vulkaneifel, GEO-Museen und zahlreiche GEO-Einrichtungen offenbaren wissenschaftliche Phänomene und sorgsam ausgewählte Rad- und Wandertouren führen zu den Schätzen dieser faszinierenden Landschaft. Zertifizierte Gästeführer erzählen und bringen Sie zu den Schätzen dieser faszinierenden Landschaft.
Alle Sinne sin
d gefordert, Geschmack und Genuss, Wandern und Hiking, Radeln und Mountainbiking, erforschen und entdecken – seien Sie mit uns unterwegs im Land der Maare und Vulkane.