Nach dem erfolgreichen Aufruf für die zweite Staffel zur Junior-Ranger-Ausbildung war die Resonanz überraschend groß. 33 Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, aus dem gesamten Vulkaneifelkreis, meldeten ihre Teilnahme an.
Der Aufruf richtete sich an alle jungen Menschen, die die Natur lieben, Tiere und Pflanzen in der Eifel besser kennen möchten und sich
gleichzeitig für Vulkane und Gesteine begeistern.

Nach einer 8-monatigen Ausbildung haben 29 Junior-Ranger beim Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Kids haben sich im Vorfeld durch eine Vielzahl von Veranstaltungen und Exkursionen gekämpft und als krönenden Abschluss mit großer Begeisterung den Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs in Zusammenarbeit mit dem DRK Daun im Rahmen eines Abschlusscamps absolviert.
Bei den Exkursionen und dem Erste-Hilfe Kurs standen ihnen einige der „alten“ Junior-Ranger aus der ersten Staffel hilfreich zur Seite.

Wegen der überaus großen Teilnehmerzahl wurde die Gruppe für die Indoorveranstaltungen aufgeteilt in eine Nord- und Südgruppe. Themen dieser Veranstaltungen waren Kommunikation, Flora/Fauna, Geologie und Naturschutz.
Unter der Moderation einer professionellen Kommunikationstrainerin haben die Kinder erarbeitet, was denn ein Junior-Ranger überhaupt ist und was genau seine Aufgaben sein werden.

Die beiden Exkursionen mit vulkanologischem und ökologischem Schwerpunkt, und als Vorbereitung auf den Einsatz im Natur- und UNESCO Global Geobark, fanden jeweils mit allen Kids statt. Dabei wurde unterwegs immer wieder Neues und Spannendes entdeckt. Ganz Ohr und begeistert war Achim Herf, Geologe und einer der Ausbilder, als sich einer der Junior-Ranger traute, einem Ehepaar am Windsbornkratersee die geologischen Gegebenheiten, und auch den Unterschied zwischen Maar und Schlackenkegel verständlich zu erklären.

Die neuen Junior-Ranger sollen Multiplikatoren sein und für den Schutz von Natur und Landschaft einstehen. Sie können ihren Familien, Freunden und Klassenkammeraden berichten. „Sie wissen nun wo Biber und Wildkatze leben, warum Fledermäuse so wichtig sind, und sie erkennen Fossilien und die ganz besonderen Gesteine der Vulkaneifel“ freuen sich der Biologe Birger Führ und der Geologe Achim Herf, die beiden Ausbilder vom Kompetenzteam Umweltbildung.

Die Junior-Ranger werden Ansprechpartner für die Schulen und Bindeglied zwischen dem Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel, den erwachsenen Natur- und Geoparkführern und den Touristen und Einheimischen, die sich für unsere einzigartige Landschaft interessieren.

„Mit der Überreichung des Zertifikates soll das Ganze nicht beendet sein, im Gegenteil. In weiteren Veranstaltungen sollen die Junior-Ranger beider Staffeln weiteres Rüstzeug und neue Kenntnisse bekommen“ so der Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Dr. Andreas Schüller.

Die Ausbildung zum Junior-Ranger wurde durch Naturparkmittel des Landes Rheinland-Pfalz finanziert


Bild: Die Junior-Ranger mit ihren Ausbildern Achim Herf und Birger Führ sowie Irene Sartoris vom Natur- und Geopark Vulkaneifel