Repräsentanten des Natur- und Geoparks Vulkaneifel im Podium

Die Halle 4.1 auf der Internationalen Tourismusbörse war den Ausstellern und Organisationen für nachhaltiges Reisen in Naturregionen gewidmet.
Mit Kollegen aus Portugal, Griechenland und Österreich repräsentierte der Natur- und Geopark Vulkaneifel das von der UNESCO unterstützte Netzwerk der Globalen Geoparke auf der weltgrößten Tourismusbörse in Berlin mit einem eigenen Messestand.





v.l.n.r: Dr. Marie-Luise Frey, Jonathan Turtellot, Armindo Moreira Palma Jacinto, Kai Pardon, Andreas Wisniewski, Werner Klöckner und Ilias Valaikos

Wichtiger Bestandteil des Messeauftritts war ein Podiumsgespräch zum Thema „Geotourismus in Geoparks – Landschaften sind mehr als nur Natur“ unter der Leitung von Frau Dr. Marie-Luise Frey. Aus der Vulkaneifel beteiligten sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Natur- und Geoparks Werner Klöckner und der Verkehrsamstleiter Andreas Wisniewski gemeinsam mit weiteren internationalen Geoparkkollegen sowie Kai Pardon von ONE World Agentur für nachhaltiges Reisen und Jonathan Tourtellot von National Geographic am Gespräch. Über eine Skype-Konferenz war der Geopark Hong-Kong zugeschaltet.

Aus den Podiumsbeiträgen wurde deutlich, dass sich Geoparks durch ihren umfassenderen Ansatz, bei dem das gesamte Natur- und Kulturerbe der jeweiligen Regionen Berücksichtigung findet, zu naturtouristischen Qualitätsregionen entwickelt haben. Hierzu trägt ein breit aufgestellter Maßnahmenkatalog zu den Bereichen Umweltbildung, Naturpflege, Erhalt der biologischen Vielfalt und geotouristischer Infrastrukturmaßnahmen bei. Auch Fortbildungmaßnahmen für Interessierte, mit dem Ziel der Schaffung ergänzender Einkommensmöglichkeiten, werden angeboten. Insgesamt steht die Förderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Blickpunkt der Geoparkarbeit. Im Natur- und Geopark Vulkaneifel wurden hierfür in den vergangenen drei Jahrzehnten ca. 13 Millionen € in Infrastruktur-, Marketing-, und Qualifizierungsmaßnahmen investiert. Neben 5 Geo-Museen wurden insgesamt auf rd. 450 Kilometern Länge eine ganze Reihe verschiedener geologischer Themenwege eingerichtet und mit Informationen zur Landschaftsentstehung ausgerüstet. Damit leistet der Geopark auch einen Beitrag zur erdgeschichtlichen Wissensvermittlung.

Die Geoparks haben sich mit diesem Auftritt erstmals Gehör auf der ITB verschafft. Besonders erfreulich ist, dass in einer Bewertung aller rd. 11.000 Messestände durch die Cologne Business School der Geoparkstand mit seinen Aktivitäten in der Kategorie der Nicht-Regierungs-Organisationen bzw. gemeinnützigen Organisationen mit Platz 8 einen Platz unter den besten 10 erreicht hat. Ein Erfolg für den ersten Auftritt.