Interner Bereich

   
Bereits vor drei Jahren hat  sich die Eifel Tourismus (ET) GmbH auf die Suche nach neuen Antworten und  nachhaltigen Strategien für die touristische Weiterentwicklung der Eifelregion gemacht. Bald zeigte sich, dass neben harten Fakten und  teuren Investitionen in die Infrastruktur ein  Wechselschritt hin zu emotionalen Innovationen und sanften Interventionen notwendig war, um  im Wettbewerb um die Gäste eine bedeutende Rolle zu spielen.

Ein ehrgeiziges Ziel wurde formuliert:  Die Entwicklung und Positionierung der Eifel als vorbildliche „Slow Travel Erlebnisregion“ in Europa.  Das erste „Slow Travel“ - Projekt am Weg zur Vollendung ist nun die Weiterentwicklung der Vulkaneifel-Pfade zu Mußewanderwegen der Extraklasse.

Als spannende Partner des Eifelsteiges führen sie ganz tief hinein in das Land der feurigen Vulkane, märchenhaften Maare,  sprudelnden Dreese & Leys und bizarren Felssporne.

 Modulare Wegabschnitte in einer Länge von ca. 12 bis 14 km, von Eifeldorf zu Eifeldorf, ermöglichen eine individuelle und  bedarfsgerechte Zusammenstellung von Wandertouren. Aber das wirklich Neue und  Besondere ist: Sie erzählen spannende Geschichten voller  dramatischer Ereignisse, beinahe unglaublicher Entwicklungen wie auch alltäglicher Schicksale, die sich im Laufe einer langen Erdgeschichte ereignet haben oder gerade ablaufen.

Die Hauptrollen der Geschichte spielen  die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Sie befinden sich seit Millionen Jahren in einem schicksalshaften Konflikt, in dem ganze Kontinente über tausend Kilometer verschoben, die größten Gebirge auf- und wieder abgebaut und in dem eine Landschaft regelmäßig flambiert und gegrillt wird. Das Ergebnis ist allerdings nicht Zerstörung und Vernichtung, sondern ein exotisch schönes Land.

Regionalgeschichten, die in Episoden an ausgewählten Wanderwegen erzählt werden, lassen die einzelnen Facetten schicksalshafter Ereignisse der jüngeren Menschheits- und älteren Erdgeschichte erlebbar werden. Vorausgesetzt, der Wanderer macht sich auf den Weg und ist zu einem „Zeitensprung“ bereit. Bereit, aus seinem Alltag herauszutreten und nach dem Motto „Et jit net jerannt“ sich der Muße hinzugeben und  in einen Augenblick der Ewigkeit einzutauchen.

Das erklärte Ziel des „Slow Travel“- Projektes besteht in der Kreation eines gemeinsamen Auftrittes gut ausgewählter Wege unter dem thematischen Dach einer gemeinsamen Geschichte.

Der Vulkaneifel fällt dabei die Aufgabe zu, die Rolle des Elements Feuer auszuleuchten und deren einzigartige Leistungen für die Region in das richtige Licht zu rücken. Unter der Kapitelüberschrift: „Feuer unter dem Dach“ beleuchten acht Wanderwegrouten verschiedene Aspekte der Landschaft, ihr Werden und Schicksale, die darin verborgen liegen.

 Das hintergründige Ziel des Projektes ist es aber nicht, eine einfache Geschichte zu erzählen, sondern über einen roten Faden den Wanderer  intensiver in das Natur- und Landschaftsbild einzuführen, sich damit  muße- und genussvoll auseinanderzusetzen. Als Belohnung winkt die in der Vulkaneifellandschaft verborgene geheimnisvolle Kraft, sich besser, gesünder und lebendiger zu fühlen.

Die Geschichten erschließen sich jedoch nur dem achtsamen Wanderer. Dem, der sich auf  den Weg macht, wird sich die  Schatzkammer der Natur öffnen. Er wird am „Triple A“ der Geschichten - den Orten der Achtsamkeit, der Verwurzelung und des Verweilens - den Schlüssel vorfinden, um eintreten und sich reichlich von diesem Schatz bedienen zu dürfen.

Die Achtsamkeit findet sich symbolisch an Orten, von wo aus natürliche Landschaftselemente in ihrem erdgeschichtlichen, kulturellen und/oder historischen Kontext beachtet und beobachtet werden können.

Die Aufmerksamkeit ist die Bereitschaft,  Dinge zu „bemerken“ und Informationen & Impulse aufzunehmen, sich zu „merken“.

In der Absichtslosigkeit gibt man sich ohne konkrete Erwartungen dem Erlebnis hin, genießt es und nimmt es in sich auf.

Die gesamte Infrastruktur wird auf diese drei Qualitäten ausgelegt. Sie finden schon heute in den Eifeldörfern an Startplätzen der Geschichten, an Aussichtstürmen als Beobachtungspunkte und an  neu zu gestaltenden Verweilplätzen als Orte der Verwurzelung oder Meilensteine der Geschichte  ihre Verwirklichung.