Kalkmagerrasen

Kalkmagerrasen

Artenreicher geht es kaum: Bis zu 40 und mehr verschiedene Pflanzenarten und zahlreiche daran angepasste Tierarten kann man pro Quadratmeter Kalkmagerrasen finden.

Kalkmagerrasen gehören zu den artenreichsten Grünlandgesellschaften des Landes. Bis zu 40 und mehr verschiedene Pflanzenarten und zahlreiche daran angepasste Tierarten kann man pro Quadratmeter finden. Vom zeitigen Frühjahr bis zum Winteranbruch erfreuen uns hier violette Küchenschellen, gelbe Sonnenröschen, blauer Enzian, bunte Orchideen und leuchtende Golddisteln mit ihrer Farbenpracht. Häufiger Begleiter sind Wacholderbüsche, die von den Weidetieren wegen ihrer Stacheligkeit verschmäht werden und sich als Weideunkräuter ausbreiten konnten.

  • Wandern über Kalkmagerrasen
  • Sonnenuntergang Kalkmagerrasen
  • kleine Täler mit Kalkmagerrasen

Offene Heidelandschaften

Man findet die Magerrasen vorwiegend in den mitteldevonischen Kalkmulden, von denen mehrere die Vulkaneifel durchziehen (Dollendorfer-, Hillesheimer-, Gerolsteiner- und Salmwald-Kalkmulde). Hier entstanden durch Waldrodungen und jahrhundertelange landwirtschaftliche Weidenutzung die offenen Heidelandschaften der Kalkmulden. Oft in flachgründigen Kuppenlagen und südexponierten Hanglagen weisen sie sommerliche Trockenheit und ein warmes Kleinklima aus.

Zahlreiche Relikte dieses ursprünglich stark verbreiteten Landschaftstypes sind noch erhalten geblieben im Raum Gerolstein/Pelm, Üxheim/Niederehe, Wiesbaum-Mirbach und Gönnersdorf/Lissendorf. Sie werden heute durch Fortführung der traditionellen Schafbeweidung erhalten.

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