Bauarbeiten am Ulmener Stollen

In der Bauphase: Der 124 Meter lange Verbindungsstollen zwischen Jungferweiher und Ulmener Maar wird der Öffentlichkeit in 2022 zugänglich gemacht - und als barrierefreies Projekt umgesetzt. 

Ein 124 Meter langer, zwischen 1,5 bis 4 Meter hoher Stollen verbindet ein altes Maar, den Jungferweiher, und das Ulmener Maar als jüngstes Maar Zentraleuropas miteinander. Ursprünglich gebaut als seltene wasserwirtschaftliche Großanlage in einer hochmittelalterlichen Ausbauphase der Ulmener Burg soll dieses Bauwerk nun für die Öffentlichkeit zugänglich werden. 

Der Stollen verläuft unter der Autobahn A1 hindurch und bietet eine direkte Fußwegverbindung für Besucher. Geologisch sind im Stollen die verschiedenen Ablagerungen beider Maare zu erkennen, deren Kontakt etwa auf der Mitte des Stollens anzutreffen sind. Trotz Sicherungsmaßnahmen soll diese besondere geologische Situation vor Ort im Aufschluss erhalten bleiben und für Besucher*innen anschaulich aufbereitet werden.

Die Idee, den Verbindungsstollen zwischen Maar und Weiher auszubauen, keimte schon vor gut zwei Jahrzehnten auf, konnte aber aus unterschiedlichsten Gründen bis dieses Jahr nicht umgesetzt werden. Nun aber war es Mitte März soweit: Am 17.03. wurde mit dem Spatenstich die Bausphase begonnen. Nach vierjähriger Vorbereitungszeit ist damit der Schritt in die Ausführungsphase begonnen worden, die noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen. Der Naturpark und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel hat das Projekt von Anfang an mit begleitet. 

Am 02. Mai 2022 berichtete die Landesschau Rheinland-Pfalz (SWR Fernsehen RP) von den aktuell laufenden Bauarbeiten. 

Geplanter Ausbau

Für mobilitätseingeschränkte Menschen wird der Stollen von Seiten des Jungferweihers aus bis zu 23 Meter Tiefe barrierefrei erreichbar sein. Dort wird dann im Stollen ein barrierefreier Schauraum mit Informationen zum Stolleninnern entstehen. Neben dem Ausbau im Stollen wird der Rundweg um den Jungferweiher, die Aussichtsplattform Pumpenhaus am Ulmener Maar sowie der Stadtkern ebenfalls barrierefrei gestaltet werden. Außerdem wird die Aussichtsplattform neue Informationstafeln erhalten, die in leichter Sprache verfasst und für Rollstuhlfahrer*innen unterfahrbar sind. Das Projekt in Ulmen ist das Pilotprojekt in der Region und eröffnet für viele Menschen mit Handicaps das Erleben der Vulkaneifel-Landschaft.

Die touristische Inwertsetzung des Stollens und weitere Einzelmaßnahmen im Stadtkern und um die beiden Maare verfolgen die Ziele von „Tourismus für Alle“, also die des barrierefreien Tourismus


Projektstart: seit Winter 2021, Spatenstich März 2022

Projektende: Ende 2022

Die Zuwendung beträgt 1.342.610 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und FAG-Mittel.

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