„Wie kommt so viel Eisen ins Wasser?“, fragt man sich angesichts einer Eisenkonzentration von 46 mg/Liter im Wasser des Darscheider Dreeses. So viel Eisen enthält keine andere Quelle in der Vulkaneifel. Des Rätsels Lösung: Das im unterdevonischen Sedimentgestein aufsteigende Wasser durchwandert eisenhaltige Gesteinsschichten und löst das Eisen aus ihnen heraus.

Seit alters her wurden hier viele Krüge mit Drees, dem sprudelnden Wasser, gefüllt. Die Dorfbewohnen wussten das erfrischende und bekömmliche Sauerwasser sehr zu schätzen. Nach dem Krieg 1870/71 wurde der Säuerling zum ersten Mal gefasst. Mehrere Kohlensäurequellen, die sich durch rötliche Bodenfärbungen anzeigten, wurden in eine Brunnenstube geleitet. Das Wasser floss aus einer steinernen Kuppel, hinter der sich eine aus Vulkanschlacken gebaute Grotte erhob. Bei der Neugestaltung des Dreeses im Jahr 2013 wurde der Quellaustritt an die hiesige Stelle verlegt und der Darscheider Drees zeigt sich seither in seiner heutigen Gestalt.


Koordinaten: 50°12.434’N, 6°52.505’E
Gemeinde/Ort: Darscheid
Höhenlage: 445 m üNN
Wassertyp: schwach mineralisierter Säuerling mit extrem hohen Eisengehalt
Wassertemp.: 8,0 °C


In der Nähe:
Pfad der Artenvielfalt in Darscheid, Eifel-Vulkanmuseum Daun, Dauner Maare, Vulcano-Infoplattform, Rengener Drees, Dauner Drees-Pfad


Anfahrt:
A1 Ausfahrt Daun, der L91 in Richtung Darscheid folgen, im Kreisverkehr in die Karl-Kaufmann-Straße einbiegen
und hinter dem Sportplatz links abbiegen, dort parken, dem Weg in den Wald links runter folgen und die Unterführung passieren, der Drees liegt auf der rechten Seite.