Der Dreisborn im Prembachtal im Natur- und Geopark Vulkaneifel war lange Zeit verschüttet und wurde erst 1991 wieder freigelegt. Die Quellfassung ist mit viel handwerklichem Geschick aus einem einzigen rötlichen Buntsandsteinblock hergestellt worden. Dieses Gestein findet man in westlicher Richtung, wo es die Höhenrücken bildet. Die Steinmetzarbeit entstand sehr wahrscheinlich im 17. bis 18. Jahrhundert. Ursprünglich war der Brunnen etwa 1,20 m hoch. Die Fassung ist jedoch nicht vollständig erhalten und es fehlt ein Teil der oberen Partie.

Der Abbruch der Oberkante und das Anbringen einer Austrittsöffnung sollte vermutlich die Schüttungsmenge der Quelle erhöhen, da diese sich nach dem Wasserdruck und damit nach der Höhe des Wasserablaufs richtet. Die Quellstube und der Zugang dorthin waren zwischenzeitlich in einem schlechten Zustand und es drohte der Verfall. Im Rahmen einer Maßnahme des Natur- und Geoparks Vulkaneifel wurde die Quelle sowie der Vorplatz neu gestaltet und zugänglich gemacht.

Geologisch gesehen handelt es sich beim Dreisborn um eine so genannte Verwerfungsquelle. Das unterirdisch ablaufende Wasser staut sich und tritt über einen Versatz im Gesteinsverband (Verwerfung) an die Erdoberfläche. Die chemische Zusammensetzung des Wassers ähnelt dem in der Region bekannten „Dauner Sprudel“.

Koordinaten: 50°04.062’N, 006°47.614’E
Gemeinde/Ort: Bettenfeld
Höhenlage: 340 m üNN
Wassertyp: Natrium Magnesium-Hydrogencarbonat-Säuerling
Wassertemp.: 9,8°C

In der Nähe:
Maarmuseum Manderscheid, Manderscheider Burgen, Meerfelder Maar, Windsborn-Kratersee und Mosenberg

Wanderwege: VulkaMaar-Pfad


Anfahrt:
A1 Abfahrt Manderscheid auf die L16 Richtung Manderscheid, im Kreisverkehr auf die L46 Richtung Großlittgen
abbiegen, zwischen Manderscheid und Großlittgen zweigen in eine Linskurve im Tal, nach einer kleinen Brücke,
zwei Waldwege ab, den Vorderen nehmen und dort das Auto abstellen, dem Weg hoch folgen, der Dreisborn ist mit einem Wanderwegweiser ausgeschildert.