Geschäftsführer der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH Andreas Schüller (Mitte) begrüßte vor dem Vulkanmuseum in Daun (v.l.n.r.) Yoo Uoo Sang, Choi Taejin, Lee Youngmi und Kang Shinkyum aus dem Mudeungsan Geopark, Südkorea.Seit der Anerkennung als UNESCO Global Geopark ist die Vulkaneifel zunehmend zu einen Ziel internationaler Fachdelegationen geworden und auch immer wieder im Rahmen von Geopark-Anerkennungsverfahren international nachgefragter Expertisegeber. In diesem Jahr konnten bereits Delegationen aus Thailand, Tanzania und zweimal aus Südkorea in der Vulkaneifel begrüßt werden. Hauptanliegen war der Erfahrungsaustausch mit dem Geopark Vulkaneifel. Eine südkoreanische Delegation wurde sogar durch ein Filmteam begleitet, welches die einzigartige Maarlandschaft der Vulkaneifel für eine Dokumentation über Geoparks bereiste. Das Erasmus Förderprogramm der EU ermöglichte einem Kollegen aus dem Geopark Psiloritis auf der griechischen Insel Kreta einen zweiwöchigen Arbeitsaufenthalt in der Vulkaneifel im Mai dieses Jahres.

Bestandteil des Anerkennungsverfahrens von hauptsächlich ländlichen Räumen als UNESCO-Geopark sind mehrtägige Eignungsprüfungen vor Ort. Auch Geoparkmitarbeiter aus der Vulkaneifel wurden in diesem Jahr zu sogenannten Evaluationsmissionen nach Spanien und Indonesien beordert.
All dies zeigt, dass bei den Geoparks die internationale Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert genießt und auch gelebt wird. Mehr noch, beim Auswärtigen Amt in Berlin, als dem in Deutschland für die UNESCO-Geoparks verantwortlichen Ministeriums, wird das internationale Engagement groß geschrieben, es wird quasi als Pflichtaufgabe von den deutschen UNESCO-Geoparks eingefordert. Dabei steht nicht nur der rein fachliche Austausch im Vordergrund, sondern auch der Austausch über Länder, Kontinente und Kulturen hinweg. Dies fördert das Verständnis zwischen den verschiedensten Kulturkreisen und kommt dem Gründungsgedanken der UNESCO nahe, durch Zusammenarbeit und Austausch letztendlich zum Frieden in der Welt beizutragen. Seit Gründung der UNESCO im Jahre 1945 lautet der Grundsatz: „building peace in the minds of men and women“.

Foto: Geschäftsführer der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH Andreas Schüller (Mitte) begrüßte vor dem Vulkanmuseum in Daun (v.l.n.r.) Yoo Uoo Sang, Choi Taejin, Lee Youngmi und Kang Shinkyum aus dem Mudeungsan Geopark, Südkorea.