Interner Bereich

   
„Mit der energetischen Quatiersentwicklung leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Wärmewende im Land. Dabei zeigt Ihr großes Engagement ganz deutlich, wie wichtig die Rolle der Kommunen ist, um die energie- und klimaschutzpolitischen Ziele zu erreichen“ betonte Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese in Mehren. Dort überreichte er der Ortsgemeinde einen Förderbescheid über 14.915 Euro für das geplante Konzept zur energetischen Entwicklung des Quartiers Mehren.
Dieses erstreckt sich über die Ortslage der Gemeinden Mehren, ausgenommen sind einige Bereiche in Außenlage. Das Quartier verfügt über insgesamt 470 Wohngebäuden.
Mit der Erstellung des integrierten Quartierskonzeptes wird das prímäre Ziel verfolgt, die Potenziale einer CO2-Einsparung, einer erhöhten Energieeffizienz, einer Steigerung der regenerativen Energieerzeugung und der Verringerung des Primär- und Energiebedarfes aufzuzeigen. Weiterhin sollen konkrete und umsetzbare Maßnahmen und deren Umsetzung aufgezeigt werden.

In seiner Ansprache hob Griese die große Bedeutung des Wärmesektors für den Klimaschutz hervor. So habe der Wärmebereich in Deutschland einen Anteil an den energiebedingten CO2-Emissionen von insgesamt rund 40 Prozent. „Es ist überfällig, dass wir uns verstärkt der Wärmewende zuwenden. Deshalb hat das Umweltministerium Anfang des vergangenen Jahres ein Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz vorgelegt.
Darin haben wir verschiedene Maßnahmen zusammengetragen, wie wir die Wärmewende in unserem Land unterstützen und voranbringen können.“

Ein wichtiger Baustein sei dabei die energetische Entwicklung von Quartieren, so Griese. Mit dem Förderprogramm „Wärmewende im Quartier“ flankiere Rheinland-Pfalz durch Landesmittel das Bundesprogramm zur Quartierssanierung. Dadurch reduziere sich der Eigenanteil der Kommunen und ermögliche mehr Städten und Gemeinden die Erstellung solcher Konzepte finanziell überhaupt zu stemmen.
„Mit unserem Förderprogramm „Wärmewende im Quartier“ haben wir es geschafft, eine ganze Reihe von Kommunen von diesem Thema zu begeistern. So sind in den ersten neun Monaten seit Start des Förderprogramms bereits 50 Anträge mit einem gesamten Fördervolumen von knapp 900.000 Euro eingegangen“, unterstrich der Staatssekretär.

Im Rahmen der Beteiligung an dem internationalen Klimaschutz- und Biodiversitätsprojekt LIFE-IP ZENAPA ist es dem Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel gelungen bereits einige Ortsgemeinden für die Erstellung von Quartierskonzepten zu gewinnen. Der Landkreis Vulkaneifel unterstützt diese Initiative auf Ortsgemeindeebene und wird zukünftig Partner im ZENAPA-Projekt. Landrat Heinz-Peter Thiel und Geschäftsführer Dr. Andreas Schüller sind sich einig: „Die bereitstehenden Fördermittel für die Quartierskonzepte bieten noch weiteren Ortsgemeinden die Chance Klima- und Artenschutz zukunftsfähig mit zu gestalten“.

Schließlich wies der Staatssekretär darauf hin, dass es sich bei der energetischen Quartiersentwicklung und –Sanierung um eine langfristige Aufgabe handele, die nur gelingen könne, wenn die vielen beteiligten Akteure – von der Kommune, über Wohungsunternehmen, private Wohungseigentümer bis zu den Energieversorgern zusammenarbeiten. Auch die Einbindung lokaler Handwerker und Architekten bei der Entwicklung der Quartierskonzepte dürfe dabei nicht fehlen. „Nur das Miteinander all dieser verschiedenen Akteure während der Konzepterstellung führe zu positiven Ergebnissen und letztlich einer erfolgreichen Umsetzung“, so Griese abschließend.

Ihr Ansprechpartner für den Landkreis und den Natur- und UNESCO Global Geopark:

Martin Krämer
Projektmanager ZENAPA
Tel   +49(0)6592 / 933-294
martin.kraemer@vulkaneifel.de