Interner Bereich

   

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR Hannover) besuchte im Rahmen ihrer internationalen Projektzusammenarbeit mit einer Delegation aus Indonesien, bestehend aus Mitarbeitern der Ministerien für Energie und Rohstoffe sowie nationale Entwicklungsplanung, den Natur- und Geopark Vulkaneifel. Anlass war der Erfahrungsaustausch zum Thema Geoparks.

Bild: Die Delegation aus Indonesien mit Dr. Andreas Schüller und Begleiterinnen des BGR vor dem Vulkanhaus in Strohn

Mehrere Ministerien der indonesischen Regierung  bemühen sich seit geraumer Zeit, die Entwicklung von Geoparks weiter zu verstetigen und die Anzahl international anerkannter Geoparks in der Republik Indonesien zu erhöhen. Derzeit gibt es nur eine Region auf der Insel Bali, die als Globaler Geopark anerkannt ist. Das Interesse des Besuchs lag deswegen auch darauf, aus dem Erfahrungsschatz der Vulkaneifel, als einem international anerkannten Geopark der ersten Stunde, lernen zu können. Vor allem dem Erfahrungsaustausch zum Aufbau, den Zielsetzungen und der Organisation von Geoparks galt der Besuch.

Als erste Anlaufstelle hatte sich die Delegation das Vulkanhaus in Strohn ausgesucht. Hier informierte Dr. Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Vulkaneifel, über die grundlegende Konzeption von Geoparks und die Entwicklung der Vulkaneifel, hin zu einem Geopark, der bei den regelmäßigen Qualitätsüberprüfungen jeweils hohe Bewertungen erhält. Anschließend folgte eine kleine Exkursion durch die Vulkaneifel.

„Die Vulkaneifel hat es offensichtlich geschafft, mit dem „Geopark“ weit über Deutschland hinausgehend eine internationale Bekanntheit zu erreichen und wird deswegen auch von einer zunehmenden Zahl von Fachbesuchern als Reiseziel ausgewählt“, so Andreas Schüller. Das internationale Netzwerk der Globalen Geoparks zählt weltweit zu der am stärksten nachgefragten Kooperationsplattform für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete. Neben dem europäischen Kontinent gibt es mittlerweile eine stark wachsende Gruppe von Geoparks im asiatisch-pazifischen Raum. Afrika und Südamerika stehen in den Startschuhen. Für die Vulkaneifel ergibt sich aus dieser Entwicklung ein zunehmendes Potential von Fachbesuchern aus aller Welt.