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Ulmen: Stadtbürgermeister Thomas Kerpen, Vertreter des Stadtrates von Ulmen und der Verbandgemeinde haben gemeinsam mit Prof. Hans-Ulrich Schmincke die Infotafel über Deutschland jüngsten Vulkan, das Ulmener Maar offiziell an die Öffentlichkeit übergeben.

Bild: Stadtbürgermeister Thomas Kerpen (links), Prof. Hans-Ulrich Schmincke (4. v.l.), Dr. Andreas Schüller (5. v.r) sowie Vertreter der Stadt und der Verbandgemeinde Ulmen geben die Infotafel zu Deutschlands jüngstem Vulkan frei.

Bereits seit Spätherbst des vergangenen Jahres steht eine neue Tafel an der nicht nur bei den deutschen sondern auch internationalen Vulkanforschern bekannten Aufschlusswand unterhalb der Kirche an der Cochemer Straße. Nicht nur, dass hier die Ablagerungen des Ulmener Maar-Ausbruches ganz besonders gut zu sehen sind, die Wand ist auch einfach zu erreichen und es handelt sich um Deutschlands jüngsten Vulkan, einen für die Vulkaneifel herausragenden Ort. Vor rd. 11.000 Jahren bebte in Ulmen nochmal die Erde und entlang einer geologischen Störungszone ließen gewaltige Wasserdampfexplosionen den Maartrichter entstehen. Zuströmendes Grundwasser führte dann zu der Entstehung des Maarsees. Dr. Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Vulkaneifel ist sich sicher, dass neben der Burgruine und dem Jungferweiher, das Ulmener Maar als jüngster Vulkan Deutschlands ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal für Ulmen darstellt und einen ebenso herausgehobenen Platz im Stadtmarketing verdient.

So war es auch die Initiative des Natur- und Geoparks durch eine Infotafel auf Deutschlands jüngsten Vulkan hinzuweisen. Für die fachliche Ausarbeitung konnte der weltweit renommierte Vulkanologe und ausgewiesene Kenner des Eifelvulkanismus, Prof. Hans-Ulrich Schmincke, gewonnen werden. Die Gestaltungs- und Herstellungskosten wurden zu 80 % durch Mittel des Natur- und Geoparks abgedeckt.

Bei dem aktuellen Besuch von Prof. Schmincke war nun die Gelegenheit, die Infotafel offiziell freizugeben. Stadtbürgermeister Thomas Kerpen betonte in seinen Worten, dass man jetzt weiter daran arbeite ein Gesamtkonzept für Ulmen zu entwickeln bei dem das Ulmener Maar mit der Aufschlusswand, der Jungferweiher und der Römerstollen sowie auch das Thema Wasser wichtige Attraktionspunkte darstellen.