Interner Bereich

   

Eine Wanderexkursion des Rheinischen Vereins im Natur- und Geopark Vulkaneifel am 14. Juni 2014.

Fromm und fleißig sollten Mönche sowieso sein. Wenn sie darüber hinaus auch noch klug waren, konnten ihre Klöster im Mittelalter (vielleicht auch heute noch?) zu wohlhabenden und mächtigen Einrichtungen werden. Insbesondere den Zisterziensern wird nachgesagt, dass sie ihren Orden klug organisiert haben. Sie teilten die Arbeit effizient ein, wie ein moderner Konzern hielten sie Produktion, Handel und Verkauf in einer Hand, und durch ihr Netz über ganz Europa mit regelmäßigen Kontakten konnten neue Techniken schnell weitergegeben werden. Sie modernisierten Land- und Forstwirtschaft, waren Meister der Wasserbaukunst, betrieben Erzgruben und Eisenhütten. So erarbeiteten sie den Wohlstand, der die Gründung großer Abteien mit riesigen Gebäuden ermöglichte.

Bei ihrer Tätigkeit schufen sie um ihre Abteien herum eine klösterliche Kulturlandschaft, deren Spuren an vielen Stellen noch zu finden sind. Sie sind offensichtlich, nicht versteckt, aber für Laien manchmal unverständlich.

Auf der archäologisch-historischen Wanderexkursion wollen wir diese Spuren entdecken und versuchen die Landschaft des Salmtals in ihrem Zusammenhang als klösterliche Kulturlandschaft neu zu verstehen. Unter fachkundiger Anleitung wird das zisterziensische Wirken in der Landschaft, vor allem bei der Nutzung von Land, Wasser, Erzen und Wald lebendig werden.

Der Abschluss der Wanderung findet bei gutem Wetter in der modernen Variante der Klosterwirtschaft statt: auf der Terrasse der Klostergaststätte lassen wir die Wanderung ausklingen.

Wegstrecke: Etwa 6 km, Dauer: von 14.00 - ca. 17.00 Uhr, Wanderkleidung empfohlen.

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Kloster Himmerod, vor dem Torbau

Führung: Dr. Hans-Peter Kuhnen und Dr. Sibylle Bauer (Archäologen)

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten bei Dr. Hans Esten, Tel. 06591 4436 oder E-Mail: estenhans@gmail.com