Interner Bereich

   
Programm Eröffnungswanderung Bertradarundweg
am Sonntag, 12.08.2012 09.00 Uhr open air Gottesdienst im Innenhof der Bertrada Burg Mürlenbach
09.45 Uhr Grußwort Landrat Onnertz, Grußwort Gemeinde Mürlenbach
10.15 Uhr Start zu den Wanderungen über 6 km, 10 km oder 13 km die Eröffnung der Bertrada Route und die Auszeichnung als herausragendes Fledermausquartier erfolgen auf der 13 km Strecke
11.00 Uhr Ankunft der Wanderer am Aussichtspunkt „Hardt“ ca. 12.30 Uhr Ankunft der Wanderer an den Eishöhlen in Birresborn – Auszeichnung Eishöhlen
anschl. wahlweise Bustransfer oder Wanderung (7 km) von den Eishöhlen zurück zur Bertradaburg Mürlenbach


Bereits die Kelten und Römer schlugen im Bereich Birresborn Mühlsteine aus dem Fels und erschufen so die Höhlen die ab 1830 als Eishöhlen genutzt wurden. Da die Eingänge tiefer liegen als die Geländeoberkante können sich kalte Luft und im Winter gebildetes Eis lange halten so dass die Eishöhlen als natürlicher Kühlschrank genutzt wurden. Seit 1938 stehen die Höhlen unter Denkmalschutz.

Auch als Fledermausquartier haben die Höhlen lange Tradition: sie sind eines der landesweit bedeutenden Fledermauswinterquartiere. Von den 22 Arten der Bundesrepublik Deutschland wurden nicht weniger als elf für die Birresborner Eishöhlen nachgewiesen. Dabei zählen Fledermäuse zu den meistgefährdeten Tiergruppen. Sie stehen ohne Ausnahme auf der Roten Liste, viele sind „sehr stark gefährdet“ oder gar „vom Aussterben bedroht“. Als Insektenfresser leiden Fledermäuse besonders unter dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, aber auch der Verlust von Schlaf- und vor allem Winterquartieren hat ihnen stark zugesetzt. Umso dringender ist geboten, dass ein lebenswichtiger Rückzugsraum wie die Birresborner Eishöhlen erhalten bleibt. Heimische Fledermäuse halten vier bis sechs Monate Winterschlaf. Werden sie während dieser Zeit in ihrer Ruhe gestört, führt das bei den Tieren zu einem immensen Energieverlust. Oft können sie sich davon nicht mehr erholen. Artenschutz bei Fledermäusen heißt deshalb vorrangig Schutz ihrer Winterruhe und Winterruheplätze. Um diesen Schutz zu gewährleisten werden von Oktober bis Ende März vier der fünf Höhleneingänge der Birresborner Eishöhlen verschlossen.

Im Rahmen der Einweihung des aus Naturparkmitteln finanzierten Bertrada-Rundwanderweges am 12.08.2012, der von Mürlenbach ausgehend auch die Eishöhlen und die Naturparkkernzone Salmwald erschließt, zeichnet der Naturschutzbund NABU die Birresborner Eishöhlen als Fledermausquartier von herausragender Bedeutung aus. Als erste im Natur- und Geopark Vulkaneifel gelegene Ortsgemeinde erhält Birresborn diese Anerkennung. Das besondere Engagement für den Schutz unserer heimischen Fledermäuse ehrt der NABU landesweit mit der „Fledermäuse Willkommen!“-Plakette. Alle Fledermausfreunde sind dazu aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen und sich auch weiterhin um die Auszeichnung „Fledermäuse Willkommen!“ zu bewerben. Viele Fledermäuse sind mittlerweile darauf angewiesen an Gebäuden eine dauerhafte Bleibe zu finden, auch ganz normale Häuser können fledermausfreundlich gestaltet werden. Menschen, die Fledermäusen dauerhaft ein sicheres Zuhause geben leisten also einen unermesslich wertvollen Beitrag zum Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Insektenfresser.

Informationen zum Projekt und zu den Teilnahmemöglichkeiten gibt es bei: Cosima Lindemann, NABU Rheinland-Pfalz, Email: fledermaus@NABU-RLP.de, Tel.: 06131/140 39-29, Internet: www.fledermäuse-willkommen.de

Die Aktion „Fledermäuse Willkommen!“ wird gemeinsam vom NABU und dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten getragen. Zudem unterstützen die Experten des Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz die Aktion tatkräftig.