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In einer Feierstunde auf der Waldbühne in Deudesfeld wurde der Naturpark Vulkaneifel durch Staatsministerin Margit Conrad formell aus der Taufe gehoben

Als achter Naturpark in Rheinland-Pfalz wurde der Naturpark Vulkaneifel in einer Feierstunde am 31. Mai 2010 auf der Waldbühne in Deudesfeld durch die Gründungsrede und die Bestellung des Naturparkträgers durch Staatsministerin Margit Conrad, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz offiziell eingeweiht.






Nach der Begrüßung durch den wissenschaftlichen Leiter der Natur- und Geopark GmbH Dr. Andreas Schüller hob die Umweltministerin Margid Conrad den Naturpark Vulkaneifel aus der Taufe. Vor rund 200 geladenen Gästen sagte Umweltministerin in ihrer Gründungsrede: „Mit dem Naturpark Vulkaneifel werden über 30 Prozent der Landesfläche als Naturpark ausgezeichnet. Der neue Naturpark verfügt über eine einzigartige natürliche Qualität in der Verbindung von Maaren, Vulkanen und abwechslungsreichen Kulturlandschaften. Dies sind hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung in Verbindung von naturverträglicher Landnutzung mit regionaler Wertschöpfung, naturnahem Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung. Naturparke sind Werbeträger für eine Region. Ich wünsche den Menschen und den Trägern viel Erfolg auf diesem Weg.“



Der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, Ernst Görgen, schilderte den geladenen Gästen in seinem Erfahrungsbericht, wie die Gemeinden von einer langjährigen Naturparkarbeit profitieren können und sprach Zukunftsperspektiven an. Eine ganz andere Sichtweise bot Franz-Josef Euteneuer von der Verückeragentur. Unter dem Motto „Naturpark mit Lust - Lustvoller Naturpark“ näherte er sich dem Thema von der nachdenklich, kabarettistischen Seite.











Landrat Heinz Onnertz stellte abschließend noch einmal die unverwechselbare Landschaft der Vulkaneifel heraus, deren geologisch- vulkanisches Naturerbe noch heute überall zu sehen und zu ent-decken ist. Vor ca. 45 – 35 Millionen Jahren waren hier schon einmal die Vulkane aktiv. In geologisch junger Zeit lebte der Vulkanismus vor rund 700.000 Jahren noch einmal heftig auf und schuf bisher zu-letzt vor 11.000 Jahren das Ulmener Maar, Deutschlands jüngsten Vulkan. Landrat Onnertz hob hervor, dass die nun beginnende Arbeit im Natur-park Vulkaneifel auch nur dann langfristig erfolgreich bestehen kann, wenn alle Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft ihren Beitrag dazu leisten.



Das Gebiet des neuen Naturparks Vulkaneifel ist kreisübergreifend und umfasst neben Großteilen des Landkreises Vulkaneifel auch Gebiete der angrenzenden Nachbarkreise Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell. Es umfasst damit eine Fläche von ca. 1000 Quadratkilometern. Kernzonen des Naturparks Vulkaneifel sind der Salmwald sowie das Lieser- und Uessbachtal. Ziele des Naturparks sind der Schutz, die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft sowie eine nachhaltige Regionalentwicklung mit einer Schwerpunktsetzung im Bereich Erholung und Tourismus. Träger des Naturparks Vulkaneifel ist die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH.

Die Feierstunde auf der Waldbühne in Deudesfeld wurde musikalisch umrahmt vom Musikverein Manderscheid und fand ihren Ausklang bei einem Eifeler Imbiss, für den die Landfrauen Vulkaneifel gesorgt hatten.