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Neuer Themenweg im Natur- und Geopark Vulkaneifel

Übergabe des Themenpfades an die Öffentlichkeit im Rahmen einer kleinen liturgischen Feier mit em. Abt Bruno Fromme am 08.05.2011 um 15:00 Uhr am Kloster Himmerod. Die Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Informationen zur Natur, Landschaftsentwicklung, Geologie und Geschichte des Salmtales werden begleitet durch spirituelle Textpassagen. Mit dieser außergewöhnlichen Kombination weisen acht Stationen entlang einer Wanderroute auf naturbezogene und kulturgeschichtliche Besonderheiten hin.

Die Ortsgemeinde Großlittgen sowie das Kloster Himmerod hatten herzlich zur Eröffnung und Einweihung des Themenwegs "Schöpfung bewahren" eingeladen. Bei herrlichem Frühlingswetter fanden sich daher auch sehr viele Gäste in der Weidenkirche, vor den Klostermauern der Abtei gelegen, ein.

Zunächst begrüßte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Hubo Vater Abt em. Bruno Fromme sowie die Mitglieder des Konvents, Kreisbeigeordneten Kohl, als Vertreter von Landrat Gregor Eibes, den Leiter des Forstamtes Wittlich, Herrn Ulrich Frömsdorf, vom Forstamt Daun, Herrn Klaus-Josef Mark, den Biotopbetreuer Birger Führ, vom DLR Bernkastel, Herrn Klaus Reitz, von der Generaldirektion Kulturelles Erbe aus Mainz, Herrn Dr. Hans-Peter Kuhnen, die Herren Rainer Schmitz und Günter Weins von der Verbandsgemeindeverwaltung Manderscheid, Frau Elisabeth Heckmann sowie die Mitglieder der Gemeinderäte aus Großlittgen, Eisenschmitt und Schwarzenborn.



Kreisbeigeordneter Friedrich Kohl freute sich, wieder einmal in Himmerod zu sein. Kurz umriss er die Entwicklung des Themenweges. Die Konzeption sei im Jahre 2010 auf Anregung des Klosters und der Federführung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung, Frau Christel Becker, dem zuständigen Biotopbetreuer, Herr Birger Führ sowie der Unteren Wasserbehörde, Frau Ulrike Klein-Merten entwickelt worden. Der Themenweg wurde als LEADER-Projekt der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel gefördert.
Weiterhin sagte Kreisbeigeordneter Kohl, dass die Menschen einen klaren Schöpfungsauftrag erhalten haben, der besagt, die Erde nicht gierig auszubeuten, sondern Naturschöpfer im Sinne des Wortes zu sein. Und hierfür stehe der neu angelegte Weg mit seinen Stelen und Informationstafeln. Er zitierte aus "Glauben im Alltag" (Trierischer Volksfreund vom 07./08.05.2011) von Pastoralreferentin Hartmann "Ob die Erde ein Paradies ist und bleibt, liegt an dir und mir, die wir Gottes Gärtner/innen sind. Wenn ich in meinem Garten bin, spüre ich Gottes Liebe und Güte, und ich erlebe ein Stück Himmel auf Erden!"



Das Bläserensemble des Musikvereins Großlittgen umrahmte die feierliche Einsegnung (Trompete: Natalie Marbach, Sarah Pauly und Jan Schmitz, Posaune: Max Niersbach und Tuba: Michael Kolze).

Nachdem auch er die Anwesenden begrüßt hatte, las Abt em. Bruno Fromme aus dem zweiten Schöpfungsbericht der Genesis vor. Nachdem Gott den männlichen Mensch aus Lehm erschaffen hat, erschuf er die Pflanzen, dann die
Tiere und schließlich den weibliche Mensch (Eva) aus der Rippe des Mannes (Adam). Der Mensch wird als Herrscher über die Natur eingesetzt und somit eine Art Gärtner im Garten Eden.

Die Form des Fisches stellt den Grundriss der Weidenkirche dar, ebenso die angepflanzten Weiden und die querführenden Metallstangen. Das Symbol geht auf die frühchristliche Zeit zurück, in der der Fisch das heimliche Erkennungszeichen der Christen war.


Dann folgte eine Andacht, in deren Verlauf der Altar feierlich eingesegnet wurde.
"Möge die Weidenkirche ein Ort des Glücks werden und ihrer Verantwortung und Auftrag gerecht werden", so der Abt weiter. "Schon vor 900 Jahren, 1135, als der hl. Bernhard von Clairvaux die offene Auenlandschaft im Tal der Salm für die Gründung Himmerods aussuchte, war er sich der besonderen Lage des neuangesiedelten Klosters bewusst. Von hier gingen seitdem wichtige
Impulse aus, Himmerod war ein wichtiger Arbeitgeber und Initiator für Vieles. Möge dieses Bewusstsein weiterhin wachgehalten werden."






Abt em. Fromme dankte allen Behördenvertretern und alle Beteiligten am Zustandekommen des Themenweges und lud ein, in dem vorher beschriebenen Sinn den Weg gemeinsam abzuschreiten.













Hier zitiert Kreisbeigeordneter Friedrich Kohl einen Spruch.




















Gemeinsam machte sich die Festgesellschaft auf, um den Themenweg "Schöpfung bewahren" kennen zu lernen. Die Meditationstafeln wurden durch die "Mitwanderer" vorgelesen.













"Klaus-Josef Mark vom Forstamt Daun (l.) und Biotopbetreuer Birger Führ."














Wald
Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst ein Mehreres in den Wäldern finden als in den Büchern: Bäume und Steine werden dich lehren, was kein Lehrmeister dir zu hören gibt (Bernhard von Clairvaux , Brief an Heinrich Murdach)


Und stets begleiten "die Mönche" den Themenweg.








Frau Elisabeth Heckmann trägt den Text "Erde" vor: Es ist die Erde im Mittelpunkt der anderen Elemente: Alle unterhalten sie auf gleiche Weise und sie erhält alles um sie herum (Hildegard von Bingen: Liber operum divinorum).

















Dr. Hans-Peter Kuhnen gibt an der Informationstafel "Schlacke aus der Eichelhütte" interessante Erklärungen zum historischen Eisenwerk Eichelhütte auf dem Gelände des heutigen Hotels Molitor. Zum Beweis läßt er die Besucher gefundene Gesteinsproben begutachten.

















Manfred Regh vom Ing.-Büro Max & Reihsner gibt am "Abtswehr" ausführliche Erklärungen zur Entstehung der "Treppe für die Fische"















3 Weidentore kennzeichnen ab dem Abtswehr den Rückweg über den Barfußpfad.