Interner Bereich

   

Schon seit vielen Jahrzehnten werden die geologischen Naturwunder der Vulkaneifel von Wissenschaftlern, Naturfreunden und Hobbymineralogen durchwandert. Immer auf der Suche nach mineralischen Schätzen im harten Vulkangestein.

Das Gerolsteiner Land – bekannt durch seine einzigartigen und weltweit begehrten Fossilien - birgt auch noch weitere Schätze, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Eine Welt mikrokleiner Kristallen von großer Schönheit und Seltenheit. Im Gerolsteiner Naturkundemuseum sind solche erlesenen Exponate als Leihgabe des Gerolsteiner Mineralogen Friedhelm Bongartz zu bewundern.

Die Suche nach diesen exquisiten Minikristallen, kaum größer als 1 mm, setzt hohe wissenschaftliche und geologische Kenntnisse voraus. In der Vulkaneifel wurden über 360 verschiedene Mineralien gefunden und doch gibt es immer wieder neue – noch nicht bekannte – Funde. Da von manchen Vulkanmineralgesellschaften – Paragenesen wie der Fachmann sagt - weltweit nur drei Vorkommen bekannt sind (in Italien, der Vulkaneifel und in England) ist die Pflege der heimischen Fundstellen von großer Bedeutung.

In diesem Jahr wurde Friedhelm Bongartz und seinen Sammlerfreunden Willi Schüller, Adenau, und Bernd Ternes, Mayen, die Freude zuteil, mit Igor Pekov von der Uni Moskau und Nikita Chukanov von der Akademie der Wissenschaften in Tchernokolovka zwei international renommierte russische Wissenschaftler für zwei Tage in der Vulkaneifel zu begrüßen. Seit drei Jahren besuchen die russischen Wissenschaftler regelmäßig das Vulkangebiet der Eifel und haben dabei Feuer gefangen – Eifel-Feuer!






Auch nach diesem Besuch werden sie die Vulkaneifel und die Gastfreundschaft im Gerolsteiner Land in guter Erinnerung behalten. Und wer weiß, vielleicht ergeben die wissenschaftlichen Untersuchungen einiger Fundstücke in Moskau ja bald ein neues Mineral aus der Vulkaneifel. Warten wir’s ab. Die Bedeutung unserer Region wird durch den Besuch der renommierten Wissenschaftler eindrucksvoll unterstrichen und sollte wegweisend für die Förderung unserer heimischen Naturschönheiten, die sich nicht nur auf das Äußere beschränken, gelten.