Interner Bereich

 
Der Natur- und Geopark Vulkaneifel veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht über seine Aktivitäten und die im vergangenen Jahr durchgeführten Maßnahmen. Die Aktivitätsberichte der Jahre 2014 und 2015 stehen hier zum Download bereit.


       Aktivitätsbericht 2014                                           Aktivitätsbericht 2015

                          

Dreese sind eine Besonderheit der Vulkaneifel und Zeichen der bis heute andauernden vulkanischen Aktivität der Region; trotzdem werden sie bislang in der Bevölkerung nur wenig wahrgenommen. Bereits auf den Tranchot-Karten von 1811 ist der Dreisborn Drees bei Bettenfeld verzeichnet, 1991 wurde die verschüttete Quellfassung, die aus dem 17./18. Jahrhundert stammt, wieder freigelegt. Der Dreisborn Drees war durch ein mittlerweile marodes Holzgestell mir begrüntem Dach geschützt, welches erneuert wurde. Außerdem wurde eine Sitzgruppe mit Infotafel über den Drees errichtet. Der Abstecher vom Wanderweg zum Drees wurde barrierefrei ausgestaltet.

Die in den 1930ern errichtete Quellstube mit Pumpanlage bei Brockscheid war in die Jahre gekommen und wurde durch Sanierungsarbeiten als historisches Dokument gesichert. Insbesondere eine neue Dacheindeckung und Maßnahmen zur Sicherung des Mauerwerks waren erforderlich.

Das sanierte Wasserpumpenhaus soll zukünftig auch als Wanderhütte genutzt werden, ein örtlicher Wanderweg liegt in unmittelbarer Nähe.

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Im Masterplan des Natur- und Geoparks wurde die Schaffung zusätzlicher offener Wasserflächen als mögliche Naturparkprojekte angeregt. Das Trautzberger Maar wurde in der Vergangenheit trockengelegt, auf alten Tranchotkarten ist das Trautzberger Maar als Wasserfläche eingezeichnet. Das Trautzberger Maar wurde nach dem Vorbild des Eichholzmaares ohne großen technischen Aufwand wiedervernässt. Die vorhandenen Drainagen wurden hierzu gekappt. Das Projekt wurde in 2014 abgeschlossen.

In und um Kerpen sind zwei Rundwanderwege, der Geschichtspfad und der Panoramaweg, entstanden. Der 1,5 km lange Geschichtspfad behandelt die historische Entwicklung des Ortes; der 5,5km lange Panoramapfad bietet schöne Aussichten rund um den Eifelort. Ein Aussichtspunkt bietet einen Blick über Kerpen bis zum Arenberg, der Hohen Acht und der Nürburg. Beide Wege geben außerdem Informationen zu kulturhistorischen Besonderheiten. Die Routenplanungen wurden von einer Arbeitsgruppe aus Kerpen übernommen.

Der „Pfad der Artenvielfalt“ um Darscheid verbindet natürliche sowie kulturhistorische Besonderheiten rund um Darscheid. Dabei soll durch Infotafeln auch auf Themen der Umweltbildung aufmerksam gemacht werden. Der Pfad leistet außerdem einen Beitrag zur Besucherlenkung. Weiter Bestandteil des Projektes waren der Rückbau der alten Dreesanlage und Umverlegung mit reduzierter Ausgestaltung des neuen Dreesauslaufes um ca. 50m hin zum Wanderweg. Das Projekt wurde im Jahr 2014 abgeschlossen.

Das Weinfelder Maar bildet zusammen mit den benachbarten Schalkenmehrener und Gemündener Maaren einen touristischen Hotspot der Vulkaneifel. Insbesondere der verkehrstechnisch gut zu erreichende „Maarsattel“ zwischen Weinfelder und Schalkenmehrener Maar ist sehr gut frequentiert. Um den gesellschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen nachzukommen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen wurde die Zuwegung zum Weinfelder Maar nun barrierefrei ausgestaltet. Dazu wurden vorhandene Wege durch ausgebessert und ein Handlauf errichtet. Außerdem wurde einebereits vorhandene Infotafel umgesetzt, sodass Sie für gehbehinderte Menschen besser erreichbar ist.

Geologie und Vulkanismus sowie die besonders ausgeprägten Lebensräume für zum Teil sehr selten gewordene Tier- und Pflanzenarten stellen die Alleinstellungsmerkmale der Vulkaneifel dar. Daher ist es das Ziel des Natur- und Geopark, den sanften, auf das Erleben der einzigartigen Vulkaneifel ausgelegten Tourismus weiter zu entwickeln sowie die regionale Identität bei der einheimischen Bevölkerung zu stärken. Als Multiplikatoren wurde eine Junior-Ranger Gruppe etabliert, mit dem Ziel die Gruppe der Jugendlichen für ihre Heimat zu begeistern und Wissen über ihre Region zu vermitteln.

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Dreese sind eine Besonderheit der Vulkaneifel und Zeichen der bis heute andauernden vulkanischen Aktivität der Region; trotzdem werden sie bislang in der Bevölkerung nur wenig wahrgenommen. Der Rothenbacher Drees liegt an der Geschichtsstraße, einem Wanderweg der die Geschichte und Kultur der Vulkaneifel darstellt. Hierzu zählt auch die Nutzung und Verwendung des geologischen Erbes. Der Rothenbacher Drees ist eine Station der Geschichtsstraße. Die Quellfassung befand sich vor der Maßnahme in einem schlechten Zustand und wurde daher umfassend erneuert. Die Umrandungen der Dreesfassungen wurden dabei durch einen ca. 10 cm hohen Ring aus Corten-Stahl, der auf die bestehenden Dreesfassungen aufgeschraubt wurde, erweitert.

In Dohm-Lammersdorf befindet sich ein ehemaliger Lavastrom, welcher aus dem Rockeskyller-Kopf-Vulkankomplex entstammt und der bis hierhin in das Tal der Kyll geflossen ist und zum Stillstand kam. Der Lavastrom ist ein unverkennbares Zeugnis der vulkanischen Landschaftsentstehung. Er liefert über die Jahrhunderte hinweg Baumaterial und in den Lavastrom eingehauene Kavernen dienten als kleine Vorratsräume oder Unterstände. Ortsteile von Dohm-Lammersdorf und insbesondere die Dorfkirche sind auf dem Lavastrom errichtet worden. Als besonderes örtliches Zeugnis der vulkanischen Landschaft wurde der Lavastrom wieder sichtbar gemacht.

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Invasive Arten verdrängen heimische Tiere uns Pflanzen. Insbesondere die Arten Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera), Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), Goldrute (Solidago canadensis) sowie Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica)/ Sachalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis) haben ein sehr hohes Verbreitungspotenzial. Um Maßnahmen zur Bekämpfung der Neophyten planen zu können braucht man eine vernünftige und aktuelle Datengrundlage über die tatsächlichen Bestände.
Daher wurde im Jahr 2014  eine Kartierung von Neophyten am Ueßbach mit sämtlichen Nebenbächen und Zuflüssen ab dem Damm im Mosbrucher Weiher bis hinter der Mündung des Elzbaches (südlich von Meiserich) durchgeführt. Die zu kartierende Strecke belief sich auf ca. 65 km. Das Uessbachtal bildet einen Arbeitsschwerpunkt des Natur- und Geoparks Vulkaneifel. Die kartierten Neophyten wurden zwischenzeitlich vernichtet.

Infotafeln sind zentrahler Bestandteil des Besucherlenkungskonzepts im Natur- und Geopark Vulkaneifel. Sie liefern Informationen über regionale Besonderheiten und werden nach dem in der Region abgestimmten Leitfaden erstellt. Im Jahr 2014 und 2015 wurden unter anderem drei Infotafeln am Jungferweiher in Ulmen errichtet, die über die besondere Vogel- und Pflanzenwelt des Weihers informieren. Diese wurden bei einem Pressetermin bereits der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Tafeln wurden in Wiesbaum und Schutzalf errichtet. Außerdem wurden zwei Panoramatafeln "Eifelblicke" erarbeitet.

Landschaftspflegemaßnahmen am Weinfelder Maar angelaufen











Blick auf die Weinfelder Kapelle und die Freistellungen am Kraterrand des Totenmaares


Initiiert durch den im Frühsommer gegründeten Naturpark Vulkaneifel sind mittlerweile Landschaftspflegemaßnahmen am Weinfelder Maar angelaufen. An den Maarhängen, die früher durch Offenland und im Mai weitgehend durch die Ginsterblüte gekennzeichnet waren, wuchsen in den vergangenen Jahren Haselnuss- und sonstige Strauchbestände durch, die halboffenen Grünlandbestände werden dadurch mehr und mehr unterdrückt und die Aussicht auf das Maar wird genommen.

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Das Entwicklungsprogramm PAUL mit der Initiative „Clever auf dem Land: Lernen für die Zukunft des ländlichen Raumes“ fördert speziell neue oder ergänzende Bildungsmaßnahmen im ländlichen Raum.

Der Tourismus in der Eifel als ländlicher Raum nimmt wirtschaftlich eine stark zunehmende Bedeutung ein und bietet den Bürgerinnen und Bürgern zukünftig immer besser werdende Beschäftigungschancen. Gäste, die die Eifel besuchen, wünschen sich zunehmend eine umfangreiche und qualitativ hochwertige Betreuung vor Ort, die über das Bereitstellen eines Wanderführers hinausgeht. Es gilt die vorhandene touristische Infrastruktur im Natur- und Geopark Vulkaneifel, wie z.B. die zahlreichen Geopfade, Lehrpfade und Wanderwege, durch gut ausgebildete Führer weiter in Wert zu setzen. Der anspruchsvolle Gast wünscht heutzutage fundierte Information in den Bereichen Kultur, Geologie und Geographie, Naturschutz und Geschichte der Region und erwartet einen gut ausgebildeten und nachweislich qualifizierten Gästeführer. Die Touristiker und Gastronomen benötigen verlässliche und stets verfügbare Partner zur Umsetzung ihrer Programme und Betreuung der Gäste.

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Das Meerfelder Maar ist der größte vulkantektonische Senkungstrichter der Westeifel. Die Kraterwände sind teilweise noch mit standortfremden Nadelhölzern bestückt, die nun nicht nur aus naturschutzfachlichen Gründen weichen sollen: die Nadelbäume tragen insbesondere in den Wintermonaten zur Verschattung des Kraters bei. Langfristiges Ziel ist es daher, die vorhandenen Nadelholzbestände in Offenland oder Laubwald umzuwandeln.

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Auf einer Fläche von gut einem Hektar werden am Nordostufer des Jungferweihers Weiden und andere Gebüsche aus der Uferzone entfernt um so der voranschreitenden Verbuschung entgegen zu wirken. Durch zunehmende Verbuschung gehen nicht nur Bruthabitate vieler teils gefährdeter Vogelarten verloren, die Gebüsche im Uferbereich dienen zudem Greifvögeln als Sitz und stellen damit eine potenzielle Gefahr für Watvögel dar, die in Schlammflächen nach Nahrung suchen. Durch die Wegnahme der Gehölze wird der Feinddruck auf die Schlammflächen erheblich reduziert.

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Vier Amphibientümpel entstanden in Daun-Neunkirchen

Amphibien brauchen für ihren Lebensrhythmus sowohl aquatische als auch terrestrische Lebensräume. Neben der Zerstörung oder Zerschneidung ihrer Lebensräume sind auch Chemikalien in der Umwelt, bspw. Pestizide oder Dünger, Ursachen für die Gefährdung von Amphibien. Durch ihre durchlässige Haut sind Amphibien zu wichtigen Indikatoren für den Zustand ihrer Ökosysteme geworden. In Deutschland sind 8 von 20 Amphibienarten gefährdet, dies entspricht einem Anteil von 40 %.

Der Natur- und Geopark Vulkaneifel ließ daher im November in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Naturschutzbund NABU in Daun-Neunkirchen vier Amphibientümpel anlegen und unterstützt damit bereits begonnene Amphibienschutzmaßnahmen des NABU. Die dazu nötigen Flächen werden vom NABU bereitgestellt.

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Wildbienen eignen sich durch ihre enge Bindung an Vegetation und Substrat als gute naturschutzfachliche Indikatoren und leisten als Bestäuber einen wichtigen Beitrag zum Erhalt zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Mit der fortschreitenden Zerstörung von Offenlandschaften wurden alle Wildbienen in der Bundesartenschutzverordnung unter Schutz gestellt. In Deutschland gibt es ca. 600 Wildbienenarten.

Durch die besondere geologische Situation im Oberbettinger Triasgraben, treten entlang des Kylltales zwischen Bewingen im Süden und Birgel im Norden rote Sandsteine zu Tage. Viele wärmeliebende Wildbienenarten sind auf freiliegenden Sandsteinböden als Bruthabitate angewiesen, aber auch Reptilien wie z.B. die streng geschützte Zauneidechse profitieren von solchen Strukturen.

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