Interner Bereich

Das Institut für Physische Geographie der Universität Frankfurt hat 2004 eine rund 25 m tiefe Kernbohrung im Zentrum des damals noch trockenen Maares niedergebracht. In diesem Bohrkern
konnte eine Abfolge von eiszeitlichen Schuttablagerungen und jüngeren, warmzeitlichen Seeablagerungen nachgewiesen werden. Diese ca. 16 m mächtigen Seeablagerungen belegen die sichere Existenz eines Maarsees über einen längeren Zeitraum.

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Das Ulmener Maar ist mit rund 10.900 Jahren der jüngste Vulkanausbruch in der Eifel und gleichzeitig in
Deutschland. Der Ausbruch hat in einer warmen Periode des Spät- oder Postglazial stattgefunden, da Pflanzenreste an der Basis der Ulmener Maar-Aschen gefunden wurden. Der Aschenfächer ist heute noch bis zu 600 m nach Südwesten an der Oberfläche nachweisbar. Die Aschemächtigkeit reicht von 15 m direkt am Kraterrand (fast vollständiger Tuffwall) bis zu 0,2 mm im rund 20 km entfernten Meerfelder Maar.

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Nördlich vom Ulmener Maar liegt der Jungferweiher. Er füllt eine flache, nach Süden geneigte Mulde. Dieses vormals verlandete, ältere Trockenmaar wurde 1942 durch Aufstauen des Nollenbaches wieder geflutet. Das Wasser fließt seitdem in das Ulmener Maar ab und dient der Trinkwassergewinnung im Landkreis Cochem-Zell. Seit 1989 wird dieses Wasser aus dem Jungferweiher technisch aufbereitet, man eliminiert das Phospor aus der Landwirtschaft. Der Jungferweiher steht heute mit dem Ulmener Maar
unter Naturschutz und ist für seinen Zugvogel-Reichtum bekannt!

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Dieses drittgrößte Maar der Westeifel und teilweise vermoorte Trockenmaar liegt direkt an der östlichen
Ortsgrenze des Dorfes Mosbruch. Nördlich davon liegt der tertiäre, 675 m hohe Vulkan Hochkelberg. Mitten im fast runden Trichter liegt heute der Rest eines Seggen-Moores. Auf einer Karte von um 1800 (Tranchot-Karte) ist ein aufgestauter Weiher eingezeichnet, der die Hälfte der Moorfläche einnimmt. Diese bedeckte wohl seit der Römerzeit den ganzen Trichtergrund.

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Der Windsborn ist der einzige ständig mit Wasser gefüllte Kratersee der Eifel und nördlich der Alpen. Er wird ausschließlich mit Niederschlag gespeist. Das Seewasser ist gelblich gefärbt und mit einem ph-Wert von 5-6 leicht sauer. Man bezeichnet ihn wissenschaftlich als dystrophen Braunwassersee. Der heutige See hat einen Schwingrasen- Fieberklee -Sumpfblutauge -Gürtel und verlandet langsam von außen nach innen.

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Im Jahr 1877 schenkte Kaiser Wilhelm I. den Meerfeldern 12.000 Reichsmark, damit diese zur Landgewinnung den Seespiegel um 2 m absenken konnten. Das Meerfelder Maar wurde 2008 von der Internationalen Union der Geowissenschaften als regionale Typlokalität zur Definition der erdgeschicht-lichen Pleistozän/Holozän-Grenze festgelegt. Der längste Bohrkern mit den Sedimenten des Meerfelder
Maares ist 45 m lang und dokumentiert 25.000 Jahre Klimageschichte.

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Wie bei einigen anderen Maaren der Eifel (Meerfelder Maar, Eichholz-Maar) auch, wurde der Maarsee 1750 durch Vertiefung der Bachschlucht abgelassen und für die Landwirtschaft genutzt. Der Maarboden war deutlich fruchtbarer als der umgebende, steinige, mineralarme Schieferboden. Im 1. Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 kümmerte sich niemand mehr um den Abfluss und so konnte sich bis heute wieder ein flacher Maarsee bilden.

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Zur Gewinnung zusätzlicher landwirtschaftlicher Flächen wurde das ehemalige Feuchtgebiet im Trautzberger Maar im Rahmen der Flurbereinigung zu Anfang der 1960er Jahre trockengelegt. Dies wurde nun wieder rückgängig gemacht, sodass eine an nasse Lebensräume angepasste Flora und Fauna dieses Areal wieder zurück erobern kann.

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Im Holzmaar wurden ab den 1980er Jahren von der Uni Trier und später bis heute vom GeoForschungsZentrum Potsdam zahlreiche Bohrkerne aus den Seesedimenten gewonnen und untersucht. Neue Untersuchungsmethoden sind hier erprobt und optimiert worden. Die Sensoren der auf dem See schwimmenden grünen Boje messen kontinuierlich die Wasserparameter und Algendichte in verschiedenen Wassertiefen.

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Römerberg – Strohner Maar - Pulvermaar bilden zusammen eine Vulkangruppe, die auf einer SSE-NNW-verlaufenden Spalte sitzt. Zuerst explodierte im Süden das Strohner Maar. Beim nächsten Ausbruch entstand der heute etwas asymmetrische Vulkankegel Römerberg. Seine Südhälfte rutschte irgendwann in das Strohner Maar ab und verfüllte es! Zu guter Letzt entstand das Pulvermaar. Das Strohner Maar ist eines der letzten Hochmoore der Eifel. Doch wie entstand das Moor im Maar?

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Das Gebiet des Dürren Maares wurde zusammen mit dem Holzmaar 1979 unter Naturschutz gestellt. Es
repräsentiert die zweitälteste vulkanische Ausbruchsstelle der Holzmaar-Gruppe (Hetsche – Dürres Maar
– Holzmaar) und ist heute mit einem Zwischenmoor ausgefüllt.

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Das Hetsche-Maar liegt etwa 200 m nordwestlich vom Dürren Maar. Es ist tief in die umgebenden Felder eingebettet, aber man kann es von der Kreisstraße 18 (Brockscheid- Gillenfeld) aus sehen. Das Maar repräsentiert die älteste vulkanische Ausbruchsstelle der Holzmaar-Gruppe (Hetsche – Dürres
Maar – Holzmaar) und ist zudem das „kleinste Eifel-Maar“.

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Das Pulvermaar ist wie aus dem Bilderbuch: Es ist das am besten erhaltene Maar in der Eifel. Der Trichter ist vollständig mit Wasser gefüllt und umgeben von einem fast geschlossenen Tuffwall (max.
Höhe ca. 45 m). Zudem ist es der Maarsee mit der größten Wasserfläche und der größten Seetiefe in der Eifel und einer der tiefsten Seen in Deutschland!

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Der Sangweiher liegt geomorphologisch gesehen in einem auffällig breiten Tal eines Nebenflusses der Alf. Im Südosten sind Lapilli-Tuffe und Richtung Norden Schlacken nachgewiesen. Somit müssen die Ausbrüche Richtung Norden und Südosten erfolgt sein.

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Das Naturschutzgebiet „Mürmes“ ist heute ein ovales Flachmoor mit vier Meter mächtigen Torfschichten. Seltene Pflanzen wie das schmalblättrige Wollgras, der rundblättrige Sonnentau, der Haarstrang Wasserfenchel, der efeublättrige Hahnenfuß oder das gefleckteKnabenkraut wachsen auf der Oberfläche. Für die Vogelwelt ist es mit dem nahen Sangweiher und dem Jungferweiher ein wichtiger Ruhe- und Rastplatz.

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Bei einer Ballonfahrt über die Dauner Maare wird es deutlich: Hier muss es einst heftig gerumst haben!

Das Schalkenmehrener Maar, das Weinfelder Maar und Gemündener Maar sind auf einer SE nach NW verlaufenden Förderspalte aufgereiht. Vor etwa 20.000 bis 30.000 Jahren sind sie wie folgt eruptiert: das Trockenmaar, das Flachmoor dann das wassergefüllte Maar, vermutlich ein Doppelmaar. Es folgten das Gemündener Maar und zuletzt das Weinfelder Maar. Die beiden anderen Trockenmaar und der Schlackenkegel Hoher List sind älter.

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Die kraterförmigen Vertiefungen in der Erdoberfläche sind das Ergebnis von gewaltigen Explosionen, bei der das Vorhandensein von Wasser eine entscheidende Rolle gespielt zu haben scheint.
Durch das Aufeinandertreffen von wasserführenden Schichten und der aufsteigenden Gesteinsschmelze, auch Magma genannt, wurden in der Vulkaneifel zuletzt vor 10.000 Jahren bei der Entstehung des Ulmener Maars phreato-magmatische Explosionen ausgelöst, die gewaltige Trichter in das devonischen Gebirgsrumpf der Eifel sprengten. Das erklärt auch, warum die an der Oberfläche erkalteten Gesteinfragmente der Maareruptionen einen hohen, bis zu 90 Prozent erreichenden Anteil an Grundgebirgsfragmenten enthalten.

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Bei der Betrachtung der vulkanischen Phänomene in der Naturerlebnisregion Vulkaneifel steht der Maarvulkanismus sehr oft im Vordergrund. Doch in der bewegten Erdgeschichte haben auch andere vulkanische Aktivitäten in der Vulkaneifel ihre bis heute hin sichtbaren Spuren hinterlassen.

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